Ein ganz besonderer Tag wartete am 25. November 2025 auf die Sportlerinnen und Sportler im Landkreis Landsberg am Lech. Bei der zweijährlichen Sportlerehrung wurden nicht nur herausragende Athleten, sondern auch engagierte Vereinsfunktionäre für ihre Leistungen ausgezeichnet. Der Landkreis Landsberg am Lech und das Landsberger Tagblatt luden zu diesem feierlichen Event, bei dem insgesamt 54 Athletinnen und Athleten sowie 24 ehrenamtliche Vereinsfunktionäre aus unterschiedlichen Sportarten geehrt wurden. Auch fünf Mannschaften durften sich über Anerkennung freuen.
Die Veranstaltung war geprägt von Ehrungen und Geschichten. So wurden die Sportehrenmedaillen in Bronze, Silber und Gold insgesamt 40 Mal verliehen, wobei 19 in Bronze, 17 in Silber und 4 in Gold zum Einsatz kamen. Besonders viel Freude hatten die jungen Talente, denn 14 Nachwuchssportler unter 16 Jahren, die entweder Träger aller drei Medaillen waren oder besondere Leistungen gezeigt hatten, erhielten ein spezielles Geschenk: einen Ausflug zur Skiflug-Weltmeisterschaft nach Oberstdorf im Januar 2026.
Ein Star zu Gast
Für das besondere Highlight des Abends sorgte Sven Hannawald, der einstige Skisprungstar und erste Athlet, der alle vier Springen der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Hannawald, der am 9. November 51 Jahre alt wurde, zog die Zuschauer mit seinem plakativen Vortrag in den Bann. Moderator Dominic Wimmer stellte nicht nur Fragen zu seiner beeindruckenden Karriere, sondern sorgte auch für Lacher und nachdenkliche Gedanken. Hannawald sprach offen über die Rückschläge seiner Karriere, die 2004 durch einen Burnout beendet wurde. Er betonte die Bedeutung der Balance zwischen Leistungssport und Freizeit und ermutigte die Anwesenden, auf das eigene Gefühl zu hören.
Besonders bemerkenswert war die Diskussion über Herausforderungen im Leistungssport, die auch absolvierte Ziele wie einen Weltrekord im Skifliegen und die Unsicherheiten eines Comebacks umfassten. In der heutigen Zeit, in der die Erwartungen an Athleten sehr hoch sind, stellte Hannawald klar: „Spaß am Sport und insbesondere am Mannschaftssport sind essenziell“, eine Ansicht, die insbesondere im Kontext der aktuellen Debatten über die Belastungen im Leistungssport großen Anklang fand.
Ehrung und Ausblick
Die Ehrungen selbst wurden von Margit Messelhäuser vorgenommen und verliehen nicht nur Medaillen, sondern auch Wertschätzung für die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit, die viele Sportvereine und Einrichtungen trägt. Die Organisation der Ehrung übernahm Rainer Mahl und Marius Weber, die maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.
Die Wichtigkeit des Ehrenamtes wurde auch im Rahmen der jüngsten Sportkonferenz thematisiert, die erst kürzlich stattfand und sich mit den Herausforderungen des Ehrenamtes im Sport auseinandersetzte. Diese Konferenz, die unter dem Motto „Machen statt meckern!“ stand, beleuchtete nicht nur die Bewegung von Kindern, sondern auch die drohenden Gefahren durch den Rückgang ehrenamtlicher Mitglieder in deutschen Sportvereinen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der 25. November 2025 nicht nur ein Feiertag für die Athleten des Landkreises war, sondern auch eine wertvolle Plattform bot, um über die Herausforderungen und Freuden des Sports nachzudenken. Wie die Verleihung der Medaillen zeigt, gehen Engagement und sportlicher Erfolg Hand in Hand, und das gilt es auch in Zukunft zu fördern.