Am 8. März 2026 wird im Landkreis Landsberg am Lech die Kommunalwahl stattfinden, ein bedeutendes Ereignis, das nicht nur Landrat, sondern auch die Mitglieder der Gemeinde- und Stadträte sowie des Kreistags betrifft. Die Wähler sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um die politische Landschaft in der Region mitzugestalten. In Landsberg am Lech stehen vier Kandidaten zur Wahl für das Amt des Landrats: Thomas Eichinger (CSU), Daniela Groß (Grüne), Klaus Ramdohr (AfD) und Markus Wagner (Bayernpartei) (Augsburger Allgemeine).
Dieser Wahlgang ist nicht nur ein wichtiger Teil der kommunalen Selbstverwaltung, sondern auch eine Gelegenheit für die Bürger, sich aktiv in die politische Willensbildung einzubringen. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen und EU-Bürger ab 18 Jahren, die seit mindestens zwei Monaten ihren Wohnsitz in der Stadt haben und nicht durch eine Gerichtsentscheidung vom Wahlrecht ausgeschlossen sind (Stadt Landsberg).
Die Kandidaten im Detail
Thomas Eichinger, 51 Jahre alt und ledig, ist der amtierende Landrat und bringt umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen politischen Ämtern mit. Als Diplom-Jurist liegt ihm das ehrenamtliche Engagement der Bürger besonders am Herzen. In seiner Freizeit genießt er Theater und Lyrik, was seine künstlerische Ader widerspiegelt.
Daniela Groß, 37 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Töchtern, ist Diplom-Verwaltungswirtin und leitet das Ordnungsamt. Ihre politischen Ämter umfassen unter anderem die Stadt- und Kreisrätin. Engagiert sich auch privat, setzt sie sich für das Frauenhaus Landsberg ein und organisiert den Landsberger Kleidertausch.
Klaus Ramdohr, 65 Jahre alt und verheiratet, hat seine Karriere als Agrarwissenschaftler begonnen und war 40 Jahre lang als Taxifahrer und Unternehmer tätig. Im Ruhestand widmet er sich seinen Hobbys wie Wandern und Bergsteigen. Politisch aktiv ist er als Schatzmeister im AfD-Bezirksverband Oberbayern sowie im Kreisverband Landsberg.
Markus Wagner, 45 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen, ist Lehrer und kümmert sich um Fächer wie Deutsch und Geschichte. Neben seinem Engagement in der Bayernpartei ist er auch ehrenamtlich im Theaterverein aktiv und genießt es, seine kreative Seite auszuleben.
Wahlorganisation und Teilnahme
Die Wahlbenachrichtigungen werden in der 5. bis 7. Kalenderwoche vor der Wahl versandt. Wer bis zu drei Wochen vor der Wahl keine Benachrichtigung erhalten hat, sollte sich beim Bürgerbüro melden. Für die Wahl stehen 23 Urnenwahllokale zur Verfügung, und die Stimmabgabe erfordert eine gültige Wahlbenachrichtigung sowie ein Ausweisdokument. Wer nicht persönlich wählen kann, hat die Möglichkeit der Briefwahl, die bis zum 6. März 2026 beantragt werden muss (Stadt Landsberg).
Ein spannender Teil des Wahlprozesses wird die Podiumsdiskussion am 23. Februar um 19 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamts sein, moderiert von Thomas Wunder. Hier haben die Bürger die Gelegenheit, die Kandidaten näher kennenzulernen und ihre Fragen zu stellen, bevor sie ihre Stimmen abgeben.
Ein Blick auf die Kommunalwahlen in Deutschland
Kommunalwahlen sind ein essenzieller Bestandteil des politischen Systems in Deutschland. Sie ermöglichen es den Bürgern, ihre Vertreter auf lokaler Ebene zu wählen und somit Einfluss auf die Gestaltung ihrer Lebensumgebung zu nehmen. Das Grundgesetz regelt diese Wahlen und garantiert eine faire und geheime Stimmabgabe (Bundeszentrale für politische Bildung).
Die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen ist oft niedriger als bei Landtags- oder Bundestagswahlen, was auf eine Vielzahl von lokalen Themen und spezifische Wahlverhalten zurückzuführen sein kann. Dennoch sind sie von großer Bedeutung, da sie den Bürgern eine direkte Möglichkeit bieten, sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen.
Die bevorstehenden Wahlen im Landkreis Landsberg am Lech am 8. März 2026 sind somit nicht nur eine Gelegenheit, die zukünftige politische Ausrichtung der Region mitzugestalten, sondern auch ein Aufruf an alle Bürger, ihre Stimme zu nutzen und aktiv am demokratischen Prozess teilzuhaben.