Heute, am 25. November 2025, wird im Landkreis Landsberg am Lech der internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen eindrucksvoll zelebriert. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ haben zahlreiche Akteure eine Aufklärungsaktion ins Leben gerufen, die durch die Verteilung spezieller Bäckertüten mit Hilfekontakten an zentralen Orten in der Region gekennzeichnet ist. Diese Initiative zielt darauf ab, betroffenen Frauen und Mädchen eine niedrigschwellige Erreichbarkeit von Hilfsangeboten zu ermöglichen und gleichzeitig die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Landkreis Landsberg berichtet, dass dabei Fachkräfte vor Ort waren, um direkt Informationen bereitzustellen und Fragen zu beantworten.
Die Aktion wurde unter der Schirmherrschaft von Verena Bentele organisiert und fand große Unterstützung durch lokale Institutionen wie den One Billion Rising München e. V., die Bäcker-Innung München, Landsberg und Erding sowie verschiedene Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen, wie die AWO Augsburg und den Weißen Ring e. V. Bei einem Pressetermin am Infostand in Landsberg waren unter anderem die stellvertretende Landrätin Margit Horner-Spindler sowie zahlreiche Kreis- und Stadträtinnen anwesend, die das gemeinsame Engagement gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen unterstrichen.
Aktionen und Reaktionen
Im Rahmen der Aktion wurden die Tüten an mehreren zentralen Orten verteilt, darunter Berufliche Schulen, die Karolinenbrücke, die Zulassungsstelle des Landratsamts und das Lechtalbad Kaufering. Die Tüten, die unter anderem eine Breze von der Bäckerei Manhart enthielten, fanden großen Anklang. Die positive Resonanz der Bevölkerung war überwältigend; viele Menschen zeigten sich dankbar und interessiert an weiteren Informationen und Hilfsangeboten. Wie Susanne Stegmaier, die kommunale Gleichstellungsbeauftragte, feststellte: „Respekt, Gleichberechtigung und gegenseitige Unterstützung sind entscheidend, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu reduzieren.“
Die Initiative ist Teil einer breiteren Bewegung, die sich auch im kommenden Jahr 2026 fortsetzen wird. So wird One Billion Rising in Deutschland erneut aktiv mit dem Motto „Women on Fire – Ni una menos“. Der Fokus der Veranstaltungen liegt auf der Beendigung patriarchaler Gewalt und der Veröffentlichung eines neuen Songs, der alle Beteiligten zur Teilnahme an einer Choreografie aufruft. Diese Choreografie soll die Aufmerksamkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen verstärken und die Solidarität fördern.
Die Realität der Gewalt
Doch trotz solcher Bemühungen bleibt Gewalt gegen Frauen ein ernstzunehmendes Problem. Laut der Bundesstiftung Gleichstellung gibt es erschreckende Statistiken, die unterstreichen, dass Betroffene oftmals in der eigenen Umgebung Gewalt erleben. Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen sind dringend notwendig. Dazu gehören zum Beispiel Empathie-Training bereits ab der Kita und fortlaufende Forschung zu Täterverhalten, wie auch die Bereitstellung von Ausstiegshilfen für Frauen und der Abbau von Rollenklischees. Nur durch ein gemeinsames Ringen um Veränderung kann die Gesellschaft diesem gesellschaftlichen Missstand entgegentreten.
In diesem Sinne ist es entscheidend, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihren Teil zur Bekämpfung dieser Gewalt beitragen. Die Initiativen im Landkreis Landsberg am Lech sind ein wertvoller Beitrag, um auf diese Realität aufmerksam zu machen und Veränderung zu bewirken.