Am 13. März 2026 fand in Kulmbach die beeindruckende Projektausstellung „Zukunftsfunken“ statt, an der mehr als 250 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Kulmbach teilnahmen. Die Veranstaltung wurde von der Bildungsregion Kulmbach organisiert und fand an der Max-Hundt-Schule statt. Im Mittelpunkt standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, auch bekannt als Sustainable Development Goals (SDGs). An insgesamt 17 Stationen konnten die Schüler Themen wie Klimaschutz, Gesundheit, nachhaltigen Konsum, Bildung und soziale Gerechtigkeit erkunden.
Schulen aller Arten im Landkreis Kulmbach, darunter Gymnasien, Realschulen, Berufsschulen und Mittelschulen, waren an der Ausstellung beteiligt. Außerschulische Partner wie Stadtwerke, Klinikum Kulmbach und Experten aus der Gesundheitsregion plus unterstützten die Gestaltung der Stationen. Um den Austausch zwischen verschiedenen Schulen zu fördern, wurden die Schüler in schulübergreifende Laufgruppen eingeteilt. Ein Highlight der Veranstaltung war die Station „Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen“ des Science Lab e.V., die die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser thematisierte.
Interaktive Ansätze für nachhaltige Bildung
Die Veranstaltung setzte auf interaktive und niederschwellige Zugänge, um globale Themen verständlich zu vermitteln. Bei der Eröffnung hielten Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Ingo Lehmann Grußworte. Söllner betonte die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung und würdigte das Engagement der Schulen und Institutionen. Ziel war es, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Landkreis zu verankern und junge Menschen für globale Zusammenhänge zu sensibilisieren. Die positive Stimmung und das Engagement der Schüler während der Veranstaltung zeigten, dass dieses Ziel erreicht wurde.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fördert zukunftsfähiges Denken und Handeln und vermittelt Kompetenzen zur aktiven Gestaltung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge. BNE ist Teil der UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030, insbesondere des Ziels 4, das hochwertige Bildung betont. Das Bundesbildungsministerium koordiniert seit 2015 die Umsetzung der UNESCO-Programme für BNE in Deutschland, mit dem Ziel, BNE strukturell in allen Bildungsbereichen zu integrieren. Die Nationale Plattform BNE, unter der Leitung von Dr. Petra Bahr, Staatssekretärin beim Bundesbildungsministerium, dient als oberstes Lenkungsgremium des BNE-Prozesses in Deutschland.
Engagement und Vernetzung
Für Interessierte gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich lokal in Vereinen, Projekten und Institutionen im Bereich BNE zu engagieren. Die BNE-Akteurskarte macht das bundesweite Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung sichtbar und erleichtert die Vernetzung von Initiativen. Registrierte Initiativen können Veranstaltungen mit BNE-Bezug in den Terminkalender eintragen und sich für den quartalsweise erscheinenden Newsletter BNEws anmelden, der Neuigkeiten und Ausschreibungen bietet.
Zusätzlich wird jährlich eine nationale Auszeichnung für vorbildliches BNE-Engagement von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben. Die Bewerbung für diese nationale Auszeichnung ist ganzjährig möglich. Alle zwei Jahre wird ein nationaler Preis für herausragendes BNE-Engagement vergeben, um Lernorte, Bildungslandschaften und Multiplikatoren, sowie innovative Newcomer zu würdigen. Community-Events für ausgezeichnete Initiativen fördern den Austausch und bieten Denkanstöße für alle Beteiligten.
Die Veranstaltung „Zukunftsfunken“ in Kulmbach ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis umgesetzt wird und wie wichtig es ist, junge Menschen für die Herausforderungen der Zukunft zu sensibilisieren. Weitere Informationen über Bildung für nachhaltige Entwicklung finden Sie in den Quellen: Fränkischer Tag, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und UNESCO.



