Silvester-Feuerwerk: Stress und Gefahr für unsere Tiere!
Silvester 2025: Auswirkungen von Feuerwerk auf Tiere, Stresssituationen und alternative Feierlichkeiten im Fokus.

Silvester-Feuerwerk: Stress und Gefahr für unsere Tiere!
Heute ist der 31. Dezember 2025, und wie jedes Jahr bricht das Silvesterfeuerwerk über Bayern herein. Der glitzernde Jahreswechsel erfreut viele, doch die dunkle Seite dieser Tradition rückt oft in den Hintergrund. Es ist nicht nur ein Fest für die Menschen, sondern auch eine absolute Stresssituation für Tiere.
Feuerwerk gehört untrennbar zum Jahreswechsel, aber der Krach und die Lichtblitze sind für unsere Haustiere wie auch für Wildtiere äußerst belastend. Wie die Frankenpost berichtet, ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern in Deutschland vom 29. bis 31. Dezember erlaubt. Zu den erlaubten Artikeln gehören Raketen, Böller und Schwärmer, die ausschließlich an volljährige Käufer verkauft werden. Kleinstfeuerwerk, wie die traditionellen Sternwerfer, darf das ganze Jahr über erworben werden.
Die dunkle Schattenseite des Feuerwerks
Silvester ist für viele Tiere eine große Herausforderung. Biologe Janosch Arnold von der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg macht darauf aufmerksam, dass der Lärm von Böllern und Raketen für Wildtiere eine drastische Störung darstellt. Selbst während des Wintermonats, in dem diese Tiere auf Energiesparmodus schalten, führt das Feuerwerk zu einem unnötigen Energieverbrauch. Ein Beispiel zeigen die Igel, die durch den Lärm aus ihrem Winterschlaf gerissen werden und damit ihre Energiereserven überstrapazieren.
Doch nicht nur Igel leiden: Auch Vögel geraten in Panik und verlassen ihre Rastplätze, was besonders im Winter belastend ist. Die Tagesschau berichtet, dass ältere Studien aus den Niederlanden zeigen, dass Feuerwerk große Bewegungen von Vögeln verursacht. Ein weiteres Beispiel bestätigt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie, die belegt, dass Wildgänse versuchen, den Feuerwerkslärm zu entkommen. Viele Fachleute, darunter der NABU, setzen sich daher für ein Böllerverbot ein, gerade in sensiblen Lebensräumen wie Waldrändern und Feuchtgebieten.
Von Panik und Gefahren für die Tierwelt
Klaus Hackländer von der Deutschen Wildtier Stiftung warnt, dass Silvester für viele Tiere eine Katastrophe darstellt. Nach dem Jahreswechsel finden sich oft verletzte oder sogar tote Tiere. Laut Berichten der Ökotest fliegen viele Vögel gegen Wände in Panik oder fallen von Felsen in den Alpen. Auswirkungen wie diese können die Überlebenschancen von Wildtieren und deren Nachkommen ernsthaft gefährden.
Besonders im Winter erschwert die Kälte, gepaart mit den Störungen durch Böller, die Futtersuche für zahlreiche Vögel. Ornithologen berichten von verstörten Vogelschwärmen und leeren Ruheplätzen am 1. Januar, ein Zeichen dafür, dass die Tiere verängstigt und verunsichert sind.
Ein Umdenken tut Not
Angesichts dieser Probleme ist es höchste Zeit, dass die Gesellschaft überdenkt, wie sie den Jahreswechsel feiert. Der Naturschutzbund Hessen betont, dass Traditionen sich ändern können und dass es auch alternative Rituale gibt, die die Tiere nicht belasten. Während die Niederlande bereits ab 2026/2027 ein Böllerverbot einführen werden, ist auch in Deutschland ein Umdenken gefragt.
Ein Verbot von Silvesterfeuerwerk könnte nicht nur die Lebensqualität der Tiere verbessern, sondern auch die Luftqualität. Der diesjährige Jahreswechsel sollte ein Anlass sein, die eigene Einflussnahme auf die Natur zu reflektieren und gegebenenfalls neue Wege zu beschreiten – weg von Böllern und hin zu einem friedlicheren Miteinander von Mensch und Tier.