Am Seltenen und zugleich besonders leuchtenden 22. November 2025 bringt die Tourist Info in Kulmbach zahlreiche junge Kreative zusammen. Unter dem Motto „Lotta und die Glühwürmchen“ wird das gleichnamige Buch präsentiert, das den Kindern das Thema Artenvielfalt näherbringen soll. Die Autorin Adriane Lochner und die Illustratorin Sarah Pfaffenberger laden zu einer bunten Lesung. Los geht’s um 11 Uhr in der Buchbindergasse 5, der Eintritt ist frei. Begleitet wird die Buchvorstellung von einem Zeichenkurs für die kleinen Gäste und der Vorstellung der Aktion „Vogelfreundlicher Garten“, die gemeinsam von der Stadt Kulmbach und der Kreisgruppe Kulmbach im LBV organisiert wird.
„Lotta und die Glühwürmchen“ erzählt die Geschichte von einem Mädchen, das einem Glühwürmchen namens Luz hilft, seine große Liebe zu finden. Dabei wird klar, wie wichtig die Veränderungen im eigenen Garten sind, um Lebensräume für Insekten zu schaffen. Das Buch setzt sich intensiv mit den Themen Lichtverschmutzung und dem Verlust von Lebensräumen auseinander, die die kleinen Leuchtkäfer stark betreffen.
Die Herausforderung für Glühwürmchen
Doch warum stehen Glühwürmchen und viele andere Insekten unter Druck? Der Klimawandel und Lichtverschmutzung sind Hauptursachen für das Verschwinden dieser faszinierenden Tiere. Laut Berichten des NABU ist die Schaffung von geeigneten Lebensräumen in heimischen Gärten wichtiger denn je. Einfache Maßnahmen können bereits helfen, wie etwa das Vermeiden von Schotterflächen, weniger Mähen und das Anlegen von blühenden Inseln.
Laut den Erhebungen des WWF sind seit 1989 in Deutschland beinahe 80 Prozent der Insekten verschwunden. Die Intensivlandwirtschaft, gepaart mit der Verwendung von schädlichen Pflanzenschutzmitteln, trägt maßgeblich zu diesem Rückgang bei. Für die europäischen Glühwürmchen hat sich die Situation dramatisch verschlechtert. Oft macht sich das Fehlen von Lebensräumen durch Monokulturen und die Versiegelung von Flächen bemerkbar, wo in Deutschland täglich ca. 62 Hektar Natur verloren gehen.
Tipps für biologische Vielfalt
Was kann man also tun, um die Artenvielfalt zu fördern? Hier sind einige praktische Tipps, die laut dem WWF und dem NABU helfen können:
- Frühblüher und Herbstblumen für eine ganzjährige Nahrungsquelle pflanzen.
- Bienenweiden anlegen und einheimische Gehölze verwenden.
- Ein Insektenhotel selbst bauen und Trockenmauern oder Steinhaufen im Garten anlegen.
- Den natürlichen Pflanzenschutz bevorzugen und Rasenflächen weniger oft mähen.
- Umweltfreundliche Beleuchtung im Garten einsetzen, um nachtaktive Tiere nicht zu stören.
Diese kleinen alltäglichen Entscheidungen können bereits Großes bewirken. Ein schöner, bienenfreundlicher Garten ist nicht nur ein Gewinn für Insekten, sondern auch für unser eigenes Wohlbefinden und die Natur insgesamt.
Die Veranstaltung in Kulmbach ist eine willkommene Gelegenheit für Familien und Interessierte, nicht nur mehr über die bedrohten Glühwürmchen zu lernen, sondern auch aktiv einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.
Dank dieser Aktionen und dem Engagement der Stadt und des LBV wird das Bewusstsein für den Schutz unserer Umwelt gestärkt. Je mehr Menschen sich für ihre Gärten und Balkone verantwortlich zeigen, desto heller können die Glühwürmchen wieder glänzen.



