Der Landkreis Kulmbach wurde erneut als „Fairtrade-Landkreis“ ausgezeichnet und setzt damit ein starkes Zeichen für den fairen Handel. Diese Auszeichnung, die erstmals 2019 durch den Verein „TransFair“ verliehen wurde, spiegelt das kontinuierliche Engagement des Landkreises wider, sich aktiv für nachhaltige und gerechte Handelspraktiken einzusetzen. Die feierliche Übergabe des Zertifikats fand kürzlich im Landratsamt Kulmbach statt, wo Landrat Klaus Peter Söllner, die lokale Fairtrade-Steuerungsgruppe sowie zahlreiche Kooperationspartner anwesend waren. Söllner äußerte seine Freude über die erneute Bestätigung des Titels und verdeutlichte damit die Bedeutung dieser Auszeichnung für die Region.
Die Steuerungsgruppe, die für die Umsetzung der Fairtrade-Initiativen im Landkreis verantwortlich ist, setzt sich aus engagierten Persönlichkeiten zusammen. Dazu gehören unter anderem die Kreisrätinnen Brigitte Soziaghi und Anita Sack, die selbstständige Unternehmerin Elke Brehm sowie die Journalistin Uschi Prawitz. Diese Gruppe wurde bereits am 26. Juli 2018 gegründet, um die Aktivitäten auf dem Weg zur Fair-Trade-Town zu koordinieren. Sie arbeitet eng mit verschiedenen Organisationen wie Kirchen, dem Weltladen, FAIR-Ein e.V. und Schulen zusammen, um den fairen Handel in Kulmbach weiter zu fördern.
Engagement für den fairen Handel
Das Engagement des Landkreises Kulmbach geht weit über die Auszeichnung hinaus. Die lokale Steuerungsgruppe hat zahlreiche Projekte, Aktionen und Veranstaltungen initiiert, um die Bevölkerung für den fairen Handel zu sensibilisieren. Zu den Zielen der Fairtrade-Bewegung gehört es, das Bewusstsein für globale Verantwortung zu stärken und gerechtere Handelsbeziehungen zu schaffen. In Deutschland setzen sich mittlerweile über 900 Städte, Gemeinden und Landkreise als Fairtrade-Towns ein, und Kulmbach ist stolz darauf, Teil dieser internationalen Bewegung zu sein, die weltweit über 2.000 Fairtrade-Kommunen umfasst.
Um den Titel Fairtrade-Town zu erhalten, müssen fünf verbindliche Kriterien erfüllt werden. Dazu zählt ein offizieller Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels, die Bildung einer Steuerungsgruppe, die Verfügbarkeit von Fairtrade-Produkten im Einzelhandel und in der Gastronomie, die Nutzung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen sowie eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des Bewusstseins in den Medien. Diese Kriterien werden bundesweit einheitlich definiert und von Fairtrade Deutschland überprüft. Nach zwei Jahren muss die Auszeichnung erneuert werden, was die kontinuierliche Arbeit und das Engagement des Landkreises erfordert.
Ein Netzwerk für die Zukunft
Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ist entscheidend für den Erfolg der Fairtrade-Initiativen in Kulmbach. Die lokale Steuerungsgruppe, die aus Vertretern der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft besteht, koordiniert die Aktivitäten und sorgt dafür, dass Projekte zum fairen Handel nachhaltig umgesetzt werden. Sprecherin der Gruppe ist die Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger, die gemeinsam mit den anderen Mitgliedern daran arbeitet, Kulmbach als Vorreiter im fairen Handel zu etablieren.
Die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Landkreis ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Ansporn, die Bemühungen um eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft fortzusetzen. Für weitere Informationen zu den Aktivitäten und Projekten in Kulmbach besuchen Sie bitte die offizielle Webseite der Fairtrade-Bewegung unter Frankenpost oder die Seite des Landkreises Kulmbach unter Landkreis Kulmbach.