Heute ist der 13.02.2026 und die Region Kulmbach sieht sich einer herausfordernden Wettersituation gegenüber. Das Wasserwirtschaftsamt Hof hat eine Warnung vor Überschwemmungen in bebaute Gebiete herausgegeben, die ab 07:00 Uhr gültig ist und bis zum 15.02.2026, 12:00 Uhr andauern wird. Diese Warnung ist das Ergebnis erhöhter Wasserstände in Gewässern, die durch die Kombination von starken Niederschlägen und Tauwetter verursacht wurden.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind die Pegelstände an vielen Orten in der Region angestiegen. Der Pegel in Wirsberg/Schorgast ist unter Meldestufe 1 gefallen, jedoch wird ein erneutes Erreichen dieser Stufe erwartet. Der Pegel Untersteinach/Untere Steinach liegt vorläufig über Meldestufe 1, wobei der voraussichtliche Scheitel unterhalb Meldestufe 2 liegen sollte. Anders sieht es am Pegel Mainleus/Main aus, der bereits Meldestufe 2 erreicht hat, und ein weiterer Anstieg wird prognostiziert, der Meldestufe 3 überschreiten könnte. Auch der Pegel Ködnitz/Weißer Main hat Meldestufe 2 überschritten, mit einem erwarteten Scheitel im Laufe des Tages.

Hochwasserwarnung in mehreren Regionen

Die Hochwasserwarnung gilt nicht nur für Kulmbach, sondern auch für zahlreiche Landkreise in Bayern, darunter Stadt und Kreis Bamberg, Stadt und Land Coburg, sowie den Landkreis Forchheim. Die betroffenen Gebiete erleben derzeit eine erhöhte Hochwassergefahr, insbesondere im Norden und Nordosten Bayerns, wo starke Regenfälle und milde Temperaturen zur Schmelze von Schnee und Eis führen. Dies könnte zu Ausuferungen und Überschwemmungen führen, die auch kleinere Gewässer ohne Warnpegel betreffen.

Die Situation wird durch die Wetterbedingungen weiter verschärft. Laut dem Hochwassernachrichtendienst Bayern ist die Gefahr von Überschwemmungen in Franken und der Oberpfalz besonders hoch. Am Freitagmorgen hat der Wasserstand der Aisch in Höchstadt an der Aisch Meldestufe 3 überschritten. An zahlreichen Messstellen in Franken und der Oberpfalz wurde Meldestufe 2 erreicht, was die Gefahr von leichten Verkehrsbehinderungen und Überflutungen landwirtschaftlicher Flächen mit sich bringt.

Erwartungen und Prognosen

Die Wasserstände in den betroffenen Gebieten sind erheblich angestiegen, und die Prognosen deuten auf anhaltendes Tauwetter hin. Man erwartet eine Abflussmenge von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter, was die Gefahr von Überschwemmungen weiter erhöht. Besonders gefährdet sind Wiesen und Straßen, die bereits unter Wasser stehen. Der Deutsche Wetterdienst warnt, dass die Nähe zu Gewässern während dieser kritischen Phase vermieden werden sollte.

Die Situation wird weiterhin genau überwacht, und die Hochwasserwarnung wird bei neuen Erkenntnissen oder Vorhersagen aktualisiert. Für detaillierte Informationen und aktuelle Pegelstände ist die Website www.hnd.bayern.de eine wertvolle Ressource.

Wir stehen vor einer kritischen Phase, in der alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sind, achtsam zu sein und die Warnungen der Behörden ernst zu nehmen. Die Wetterlage ist dynamisch, und es ist wichtig, auf Veränderungen sofort zu reagieren, um mögliche Schäden zu minimieren.