In Kulmbach wurde am gestrigen Abend ein Großalarm ausgelöst, als im Wohnturm West an der Bayreuther Straße Rauch entwickelt wurde. Um 20:11 Uhr meldete ein besorgter Zeuge die Rauchentwicklung im höchsten Wohnhaus der Stadt, das mit seinen 50 Metern Höhe und 15 Etagen ein markantes Bauwerk darstellt. Die integrierte Leitstelle Bayreuth-Kulmbach reagierte sofort und alarmierte die Feuerwehr der Stadt sowie weitere Einsatzkräfte aus der Umgebung. Alarmierungsstufe B4 bescheinigte die hohe Ernsthaftigkeit des Vorfalls, was die Vielzahl an ausrückenden Feuerwehren erklärt. Glücklicherweise hielt sich zum Zeitpunkt des Alarms niemand im Gebäude auf, sodass eine Evakuierung nicht nötig war. Der genaue Grund der Rauchentwicklung wird derzeit untersucht, so berichten Kurier.
Während die Feuerwehrleute im Wohnturm im Einsatz waren, beschäftigte ein anderer Brand die Einsatzkräfte in Kulmbach. In einem nahegelegenen Gebiet sind eine Scheune und ein Nebengebäude komplett niedergebrannt. Die Flammen breiteten sich rasch aus, griffen auf ein benachbartes Nebengebäude über und führten dazu, dass ein geparktes Auto vollständig ausbrannte. Laut Angaben, die von Schwäbische stammen, verursachten die Löscharbeiten, die mehrere Stunden in Anspruch nahmen, erhebliche Schäden an den betroffenen Gebäuden. Die Polizei hat bereits Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet.
Schaden und Einsatzdetails
Laut Berichten beläuft sich der geschätzte Schaden an den Gebäuden auf mehrere Hunderttausend Euro. Bei dem Vorfall gab es auch ein wenig erfreuliches Ereignis, als ein Feuerwehrmann während der Löscharbeiten eine Rauchvergiftung erlitt. Glücklicherweise war niemand in den betroffenen Gebäuden anwesend, was die Situation etwas entschärfte. Damit nicht genug, am Fahrzeugschaden kam ein weiterer Aspekt hinzu: Ein Baustellenfahrzeug wurde ebenfalls durch die Hitze beschädigt, und die Gesamtschadenssumme an Fahrzeugen wird auf etwa 40.000 Euro beziffert.
Die beunruhigende Entwicklung, dass zwei intensive Brandereignisse zeitgleich stattfanden, sorgt nicht nur für Aufregung in Kulmbach, sondern zeigt auch die Herausforderungen auf, denen die örtlichen Einsatzkräfte gegenüberstehen. Mit der Koordination von mehreren Feuerwehren wird deutlich, dass in der Region ein gutes Händchen für den Einsatz geboten wird – auch wenn solch dramatische Ereignisse immer mit einem Risiko verbunden sind.