Einbrecherbande vor Gericht: Burgerking-Räuber müssen sich verantworten!
Am Landgericht Freiburg stehen sieben Angeklagte wegen schwerer Bandenkriminalität im Zusammenhang mit Einbrüchen in Kulmbach vor Gericht.

Einbrecherbande vor Gericht: Burgerking-Räuber müssen sich verantworten!
In einem aufsehenerregenden Prozess am Landgericht Freiburg stehen derzeit sieben Männer wegen Bandenkriminalität vor Gericht. Laut Frankenpost wurden den Angeklagten insgesamt schwerer Bandendiebstahl, versuchter schwerer Bandendiebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat eine ganze Reihe von Einbrüchen skizziert, die sich über mehrere Monate erstreckten, darunter auch Vorfälle in Kulmbach und Himmelkron im Februar 2025.
Der Prozess ist von enormem Interesse, denn mehr als zehn Justizvollzugsbeamte sind anwesend, um die Sicherheit im Gerichtssaal zu gewährleisten. Sechs der sieben Angeklagten erschienen unter starker Bewachung und trugen Fußfesseln. Eine klare Rollenverteilung innerhalb der Gruppe sorgte für ein hohes Maß an Organisation bei den Einbrüchen; sie verwendeten entwendete Werkzeuge, um Türen aufzubrechen und Tresore zu knacken, was ihre kriminellen Aktivitäten außergewöhnlich professionell erscheinen ließ.
Einbruchserie und Millionenverluste
Die Einbrüche, die seit Anfang 2024 im Raum Freiburg, Merzhausen und Schallstadt stattfanden, zogen enorme Schäden nach sich. Laut SWR wurden bei den Straftaten Bargeld sowie Blanko-Dokumente und Stempel für Aufenthaltstitel entwendet. Ein erheblicher Teil der Beute stammte auch aus Fast-Food-Restaurants, insbesondere Burgerking-Filialen, wo die Bande geschätzte 30.000 Euro und 23.000 Schweizer Franken erbeutete. Zusammen soll die Gruppe knapp 350.000 Euro erlangt haben, während die Sachbeschädigungen im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.
Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass fünf der sieben Angeklagten mit Haftstrafen zwischen anderthalb und sechs Jahren rechnen müssen, während zwei möglicherweise mit Bewährungsstrafen davonkommen könnten.
Ein alarmierendes Phänomen der Bandenkriminalität
Die Ereignisse in Freiburg sind Teil eines viel größeren Problems der organisierten Kriminalität in Deutschland. Wie Berliner Zeitung berichtet, haben kriminelle Banden im Jahr 2023 laut Bundeskriminalamt (BKA) einen Milliardenschaden von 2,7 Milliarden Euro verursacht – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Dabei sind Cyberkriminalität und die weitverbreitete Rauschgiftkriminalität Leitlinien dieser Entwicklungen. Es zeigt sich, dass das Gewaltpotenzial im Vordergrund steht, und es werden sogar Delikte verzeichnet, die zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit führen können.
Die Verhandlungen am Landgericht Freiburg sind also nicht nur für die betroffenen Gemeinden von Bedeutung, sondern werfen auch ein grelles Licht auf eine besorgniserregende Entwicklung in ganz Deutschland, wo die Bandenkriminalität weiterhin im Aufschwung ist. Der Prozess zieht sich über insgesamt 13 Verhandlungstermine hin, was den Ernst der Lage nochmals unterstreicht.
Es bleibt abzuwarten, wie die richterlichen Entscheidungen ausfallen werden. Eines ist jedoch sicher: Die aufgeflogenen Machenschaften der Bande haben leider nicht nur materielle, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen. Hier müssen alle Augen auf den Gerichtsprozess gerichtet bleiben.