In der kleinen Stadt Kronach hat sich ein bewegendes Schicksal entfaltet, das nicht nur die lokale Gemeinschaft berührt, sondern auch die Herausforderungen von Menschen mit schweren Erkrankungen ins Bewusstsein rückt. Jana Eberth, eine 33-jährige Frau aus Kronach, ist querschnittsgelähmt, nachdem bei ihr ein großer Lungentumor und Metastasen in der Wirbelsäule diagnostiziert wurden. Diese erschütternde Diagnose wurde im Jahr 2023 gestellt, und Eberth, die zuvor in der Gastronomie und im Garten- und Landschaftsbau tätig war, steht nun vor den enormen Herausforderungen eines Lebens im Rollstuhl. Trotz der schwierigen Situation lebt sie mit der Unterstützung ihrer Familie, einschließlich ihres Vaters Mario Minutella, dem Inhaber der Pizzeria „Vecchia Casa“ in Kronach.

Um Jana Eberth zu unterstützen, wurde eine Spendenaktion auf der Plattform „Gofundme“ ins Leben gerufen. Das Spendenziel von 20.000 Euro soll dazu dienen, notwendige Umbauten und Anschaffungen zu finanzieren, darunter ein behindertengerechtes Fahrzeug und einen barrierefreien Umbau des Badezimmers. Die Resonanz war überwältigend: In den ersten sieben Tagen wurden fast 19.000 Euro gesammelt, und die erste Auszahlung der Spenden hat bereits stattgefunden. Ein wichtiger Schritt ist bereits getan – der Erwerb eines behindertengerechten Kleinbusses wurde erfolgreich realisiert. Die Familie hat ihr Eigenheim verkauft und lebt nun im Haus der Schwiegereltern, das über einen barrierefreien Zugang verfügt. Jana Eberth äußert sich dankbar für die Unterstützung und die Hilfe, die sie von der Gemeinschaft erhält. [Quelle]

Ein weiteres Schicksal: Matthias und sein Kampf gegen den Krebs

Janas Geschichte ist jedoch nicht die einzige in dieser Region. Auch Matthias, ein 50-jähriger Mann aus Hamburg, kämpft gegen die verheerenden Folgen seiner Krebserkrankung. Er wurde Anfang August 2023 mit einem multiplen Myelom, einer Form von Knochenkrebs, an der Wirbelsäule diagnostiziert. Sein Zustand verschlechterte sich rasch, und nach einer Notoperation im UKE Hamburg war die Mobilität seiner Beine nur von kurzer Dauer. Eine zweite Not-OP wurde notwendig, da es zu Einblutungen und Blutgerinnseln auf dem Rückenmark kam, was schließlich zu einer Querschnittlähmung führte.

Seit dem 10. November 2023 wird Matthias in der BG Klinik Hamburg-Boberg auf ein Leben im Rollstuhl vorbereitet. Trotz der Herausforderungen, die sein Zustand mit sich bringt, hat er den Willen, in seine Hochparterre-Wohnung zurückzukehren. Doch rollstuhlgerechte Wohnungen sind in Hamburg rar und teuer. Um in seinem Zuhause leben zu können, sind umfangreiche Umbauten notwendig, die geschätzte Kosten von etwa 32.000 Euro verursachen werden. Zudem benötigt Matthias ein rollstuhlgerechtes Auto, um in das Berufsleben zurückzukehren. Die Familie hat bereits einen Antrag auf Kostenübernahme für den Umbau bei der Pflegekasse eingereicht. [Quelle]

Unterstützung durch Sozialleistungen

Die Geschichten von Jana Eberth und Matthias werfen einen Lichtstrahl auf die Herausforderungen, mit denen viele Menschen konfrontiert sind, die an Krebs erkrankt sind oder durch die Krankheit schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen erfahren. In solchen Fällen kann das Krankengeld, das während längerer Krankheit den Lebensunterhalt sichert, eine wichtige Unterstützung bieten. Der Anspruch auf Krankengeld besteht, wenn man aufgrund einer Krankheit oder eines Krankenhausaufenthalts arbeitsunfähig ist. Es beträgt 70% des regelmäßigen Bruttoentgelts, maximal 90% des Nettoentgelts.

Allerdings gibt es Einschränkungen, und insbesondere Minijobs führen nicht zu einem Anspruch auf Krankengeld. Abzüge für Sozialversicherungsbeiträge und die Notwendigkeit einer lückenlosen Krankschreibung sind weitere Aspekte, die Betroffene beachten müssen. Zudem kann eine zusätzliche Erkrankung nicht zur Verlängerung des Krankengeldbezugs führen. Die Komplexität der Regelungen zeigt, wie wichtig es ist, sich frühzeitig über die eigenen Rechte und Ansprüche zu informieren, insbesondere in Krisenzeiten. [Quelle]

Insgesamt wird deutlich, dass die Herausforderungen, die mit schweren Erkrankungen einhergehen, nicht nur medizinischer Natur sind, sondern auch soziale und finanzielle Dimensionen umfassen. Die Geschichten von Jana und Matthias sind Beispiele für den Mut und die Entschlossenheit, mit der viele Menschen gegen ihre Schicksale ankämpfen, und sie zeigen, wie wichtig die Unterstützung der Gemeinschaft in diesen schweren Zeiten ist.