Am 11. März 2026 wurden die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bayern bekanntgegeben. Die Wahlen zeigen deutliche Verschiebungen im politischen Landschaftsbild des Freistaats. Die CSU, traditionell die dominante Kraft in Bayern, verzeichnete einen Rückgang ihres Stimmenanteils von 34,5% im Jahr 2020 auf nun 32,5%. Dies stellt das schlechteste Ergebnis der CSU seit 1952 dar. Auch die Grünen, die in Großstädten wie München und Würzburg gute Ergebnisse erzielten, verloren nahezu vier Punkte und erreichten 13,6%. Die SPD, mit einem Minus von 1,4 Punkten, kam auf 12,3% und blieb damit nur knapp vor der AfD, die mit einem Zuwachs von 4,7% auf 12,2% einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnete. Die Freien Wähler konnten ebenfalls leichte Gewinne erzielen und landeten bei 12,1%. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,4% und übertraf somit die 58,7% von 2020.
Obwohl die CSU in den meisten Regierungsbezirken die stärkste Kraft blieb, zeigen die Ergebnisse regionale Unterschiede. In Oberbayern erreichten die Grünen den zweiten Platz mit 18,1%, während die AfD in Niederbayern die zweitstärkste Kraft stellte. In der Oberpfalz, Unterfranken und Schwaben waren die Freien Wähler die zweitstärkste Kraft. In Ober- und Mittelfranken hingegen konnte die SPD diesen Platz für sich beanspruchen. Für Interessierte bietet der Artikel auf BR.de ein praktisches Tool zur Einsicht der Wahlergebnisse in kreisfreien Städten und Landkreisen.
Wahlanalysen und Prognosen
Die AfD hat mit ihrem Ergebnis von 12,2% ihr Ergebnis von 4,7% aus der letzten Wahl nahezu verdoppelt und trat erstmals flächendeckend mit eigenen Listen an. Dennoch wurde das selbst gesteckte Ziel von 15% nicht erreicht. Die Grünen blieben trotz ihrer Verluste die zweitstärkste Partei, während die SPD mit 12,3% einen historisch schlechten Wert erzielte. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die CSU bei den bevorstehenden Stichwahlen am 22. März abschneidet, wo sie in 23 Duellen um Landratsposten gegen die Freien Wähler antreten muss. In einigen Landkreisen konnte die CSU über 40% erreichen, während sie in Cham mit 25,9% und in Landshut mit 26,5% schwache Ergebnisse einfuhr.
Die Freien Wähler konnten in ländlichen Gebieten zulegen und erzielten in 17 Fällen über 20%, während sie in großen Städten schwächer abschnitten. Die AfD war besonders stark in Günzburg (19,6%) und Schweinfurt (19,1%). Die Grünen wiederum erzielten bemerkenswerte Ergebnisse in Würzburg (31,3%) und Erlangen (23,3%). Die SPD konnte in Fürth (41,1%) und Schwabach (31%) stark punkten. Die Klarheit über die exekutiven Ämter wird erst am kommenden Sonntag nach den 128 Stichwahlen erlangt, die anstehen. Weitere Informationen und detaillierte Analysen finden Sie in dem Artikel auf Süddeutsche.de.



