Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

In Kitzingen sind die Wände der Sparkasse zur Galerie geworden: Schülerinnen und Schüler des Leistungsfaches Kunst der 12. und 13. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums präsentieren ihre beeindruckenden Werke. Die Vernissage, die von der schuleigenen Big Band musikalisch umrahmt wurde, öffnete die Türen zu einer Ausstellung, die unter dem Titel „Vielfaltig“ steht. Diese Bezeichnung spiegelt nicht nur die Diversität der Motive wider, sondern spielt auch auf die vielen Portraits älterer Menschen an, die in der Ausstellung zu sehen sind. Die Portraits zeigen Gesichter, die Geschichten und gelebte Erfahrungen widerspiegeln, und laden die Besucher ein, den Blick auf den Menschen differenziert zu betrachten und Schönheit im Gelebten und Authentischen zu suchen. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten der Sparkasse für Besucher geöffnet.

Der Titel „Vielfaltig“ hat eine doppelte Bedeutung: Er verweist sowohl auf die Vielfalt der Portraits als auch auf die unterschiedlichen Strichführungen, Kontraste, Schattierungen und Materialien, die in den Arbeiten verwendet wurden. Jede dieser Arbeiten hat ihre eigene Sprache, fügt sich jedoch zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Die KünstlerInnen haben es geschafft, sowohl äußere Merkmale als auch innere Zustände in ihren Arbeiten festzuhalten, weshalb die Ausstellung eine Bereicherung für die lokale Kulturszene darstellt. Diese kreative Auseinandersetzung mit dem Alter und seinen Facetten zeigt, wie wichtig es ist, stereotype Altersbilder zu hinterfragen.

Kritische Auseinandersetzung mit Altersbildern

Die Thematik des Alters und der Altersbilder wird auch in anderen Veranstaltungen behandelt. So fand am 16. April 2024 im Kölner Mediapark ein Thementag von kubia und der SK Stiftung Kultur statt. Unter dem Titel „Blick in die Zeit: Alter und Altern im photographischen Porträt“ nahmen rund 70 Besucherinnen an dieser Veranstaltung teil, die durch Norbert Minwegen, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur, eröffnet wurde. Dr. Michael Reitemeyer vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW dankte den Veranstalterinnen und betonte die Wichtigkeit der kritischen Auseinandersetzung mit stereotypen Altersbildern.

In-article Werbung
In-article Werbung

Im Rahmen des Thementages fanden verschiedene Workshops statt, die sich mit der Produktion von Altersbildern beschäftigten. Zum Beispiel bot der Workshop „Jenseits von Stereotypen“ mit Anna Hepp und Evamaria Schaller den Teilnehmenden die Möglichkeit, menschliche Skulpturen darzustellen. Ein weiterer Workshop, „Altersbilder-Schwärmerei“, geleitet von Caroline Simon und Silke Z., ermöglichte es den Teilnehmenden, eine kleine Choreografie zu erlernen und diese anschließend im Mediapark zu präsentieren. Diese interaktive Herangehensweise zeigt, wie wichtig es ist, das Thema Altersbilder aktiv zu gestalten und zu hinterfragen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Thematik der Altersbilder wird im 21. Jahrhundert zunehmend sichtbar und erhält in Kunst und Kultur größere Beachtung. Workshops wie „Ageing Trouble“, der einen Audiowalk durch den Mediapark beinhaltete, und die anschließende Diskussion über Altersbilder in der fotografischen Kunst mit Fachleuten wie Dr.in Miriam Haller und der Fotografin Natalya Reznik verdeutlichen die Relevanz dieses Themas. Reznik hob die aktive Rolle älterer Menschen in sozialen Medien hervor, was zeigt, dass das Bild des Alters im Wandel ist und neue Perspektiven bietet. Die Schaffung einer Wortwolke durch die Teilnehmenden mithilfe von Mentimeter am Ende des Thementages ist ein weiterer Schritt in Richtung einer offenen und kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Ausstellung „Vielfaltig“ und die Veranstaltungen rund um Altersbilder sind somit nicht nur kulturelle Ereignisse, sondern auch bedeutende Plattformen für den Austausch und die Reflexion über das Alter in unserer Gesellschaft. Ob in Kitzingen oder Köln – die Auseinandersetzung mit Altersbildern wird weiterhin eine wichtige Rolle in der Kunst und Kultur spielen. Für mehr Informationen zur Ausstellung in Kitzingen besuchen Sie bitte die Main-Post.