Heute ist der 10.03.2026. In Kempten (Allgäu) haben sich 250 Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Kempten mit einer aufregenden Herausforderung auseinandergesetzt: dem Konstruktionswettbewerb „Ikarus“. Inspiriert von der griechischen Mythologie, zielt dieser Wettbewerb darauf ab, den besten Papierflieger zu kreieren. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, einen Flieger zu bauen, der nach dem Abwurf von einer Startrampe möglichst lange fliegt, insbesondere durch die Aula, wo verschiedene Kurven zu meistern waren. Dabei durften sie nur Pappkarton, DIN-A4-Papier und Klebstoff verwenden. Am Wettbewerbstag wurden sowohl die Flugdauer der Papierflieger als auch das „Schaufliegen“ bewertet. Hierbei flossen Kriterien wie Ästhetik, Sauberkeit und Funktion in die Bewertung ein. Dies ist der größte Wettbewerb seiner Art im Allgäu und ein Gemeinschaftsprojekt der gesamten Fachschaft Technologie, wobei alle Technologielehrer aktiv Aufgaben übernehmen, um den Erfolg des Projekts zu sichern.
Das Schüler-Team „SAK“ aus der BOS-Vorklasse konnte in der Designwertung mit einem innovativen Ahornsamen-Propeller-Modell überzeugen. Den Gesamtsieg im Wettbewerb sicherte sich das Team „Bence Air“, ebenfalls aus der BOS-Vorklasse, mit einem Röhren-Schrauber-Modell. Ihr Flieger erreichte eine beeindruckende Flugzeit von 5,8 Sekunden. Dieser Wettbewerb hat nicht nur die Kreativität und den Erfindergeist der Schüler gefördert, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule gestärkt.
Weltweite Papierflieger-Wettbewerbe
Der Konstruktionswettbewerb „Ikarus“ steht in einer langen Tradition von Papierflieger-Wettbewerben, die weltweit ausgetragen werden. Ein prominentes Beispiel dafür ist der Red Bull Paper Wings Wettbewerb, der die größten Papierflieger-Wettbewerbe weltweit organisiert. Ursprünglich für Studenten konzipiert, dürfen in vielen Ländern auch Nichtstudenten teilnehmen. Die Sieger der örtlichen Qualiflyers haben die Chance, an den National Finals teilzunehmen, und die Gewinner dieser nationalen Wettbewerbe werden dann zu den World Finals im Hangar-7 eingeladen. Diese Wettbewerbe finden alle drei Jahre statt und ziehen Teilnehmer aus der ganzen Welt an.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Flugdauer beim Red Bull Wettbewerb vom Verlassen der Hand bis zum ersten Kontakt mit dem Boden gemessen wird. Die Teilnehmer dürfen nur ein Blatt A4 Kopierpapier verwenden, das lediglich gefaltet werden darf. Dabei hat jeder Teilnehmer zwei Versuche, und der bessere wird gewertet. Die Wettbewerbe fördern nicht nur den Wettbewerbsgeist, sondern auch die Kreativität und Ingenieurskunst der Teilnehmer.
Einbindung in die Bildung
Die Begeisterung für Papierflieger-Wettbewerbe, sei es auf lokaler Ebene wie bei „Ikarus“ oder international wie bei Red Bull Paper Wings, ist nicht nur ein Zeugnis für den Erfindergeist junger Menschen, sondern auch eine wertvolle Möglichkeit, technische Fähigkeiten und Teamarbeit zu fördern. Solche Projekte bieten einen spannenden Rahmen, um theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und gleichzeitig soziale Kompetenzen zu stärken. Die Begeisterung und der kreative Austausch, der bei diesen Wettbewerben entsteht, tragen dazu bei, das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken.
In diesem Sinne ist es erfreulich zu sehen, wie der Konstruktionswettbewerb „Ikarus“ in Kempten und ähnliche Veranstaltungen weltweit dazu beitragen, junge Talente zu fördern und die nächste Generation von Innovatoren zu inspirieren. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie hier und hier nachlesen.



