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Am Donnerstag, dem 5. März 2026, ereignete sich ein interessanter Vorfall im Parkhaus des Forum Allgäu in Kempten (Allgäu). Ein 30-jähriger Verkäufer bot dort eine Luxusarmbanduhr an und führte die Transaktion in seinem Fahrzeug durch. Der Käufer, der sich als potenzieller Kunde ausgab, bezahlte den vierstelligen Betrag jedoch mit Falschgeld. Erst bei einer Einzahlung bei der Bank stellte der Verkäufer fest, dass er betrogen worden war.

Die Polizei Kempten hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall oder dem Täter geben können. Der Beschuldigte wird als etwa 50 Jahre alt beschrieben, hat eine Größe von rund 175 cm und eine kräftige Statur. Bei der Übergabe war er in einem langen schwarzen Mantel, einer Schiebermütze, einer dunkelblauen Jeans und einer schwarzen Bauchtasche gekleidet. Auffällig ist sein humpelnder Gang sowie seine knollige Nase. Zudem sprach er gebrochenes Deutsch und Englisch. Hinweise können unter der Rufnummer (0831) 9909-2141 gemeldet werden.

Fälschungen im Umlauf

Dieser Vorfall reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein, denn die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2025 etwa 36.600 falsche Euro-Banknoten im Wert von knapp 2,1 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Dies entspricht einem Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024. Der Großteil der gefälschten Banknoten waren 50- und 100-Euro-Scheine, während die Fälschungen bei 200- und 500-Euro-Banknoten zurückgingen.

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Die Verteilung der Fälschungen zeigt, dass 51 % der gefälschten Banknoten 50-Euro-Scheine waren, gefolgt von 17 % 100-Euro-Scheinen. Der Anstieg einfacher Fälschungen, die oft mit Aufdrucken wie „MovieMoney“ oder „Prop copy“ versehen sind, bleibt weiterhin ein Problem. Die Bundesbank empfiehlt zur Erkennung von Falschgeld das Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ und bietet kostenlose Schulungen zur Falschgeldprävention an.

Prävention und Tipps

Bei der Echtheitsprüfung von Banknoten sollten bestimmte Merkmale beachtet werden. Echte Banknoten fühlen sich griffig und fest an, die Vorderseite weist Reliefdruck auf, und Wasserzeichen sind im Licht sichtbar. Bei 20-Euro-Scheinen gibt es zudem ein durchsichtiges Fenster. Bei der Kippbewegung zeigt sich ein Farbwechsel der Smaragdzahl sowie regenbogenfarbige Effekte bei Hologrammen. Auch bei Münzen ist Vorsicht geboten: Echte 1- und 2-Euro-Münzen sind schwach magnetisch und weisen deutlich abgegrenzte Münzbilder auf.

In Anbetracht der aktuellen Situation ist es für Käufer wichtig, wachsam zu sein und sich über die Merkmale von Falschgeld zu informieren. Der Vorfall in Kempten ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig es ist, im Umgang mit Bargeld aufmerksam zu sein und im Zweifelsfall die Echtheit der Banknoten zu prüfen. Weitere Informationen und Tipps zur Falschgeldprävention findet man auf den Seiten der Deutschen Bundesbank.