Am Mittwochabend, den 4. März 2026, brach in der Schrebergartenanlage „Beim Floßerhäusle“ an der Iller in Kempten ein Brand aus, der eine Hütte vollständig niederbrannte. Polizei und Feuerwehr waren mit einem großen Aufgebot vor Ort, um die Flammen zu löschen und Glutnester zu überwachen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, jedoch sind die Schadenshöhe und die Brandursache bisher unklar. Die Polizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, was zu dem Vorfall geführt hat. Interessanterweise gab es bereits am 11. Juni 2023 einen Brand in der gleichen Anlage, bei dem ein Geräteschuppen in Flammen aufging. Hierbei wurde ein mittlerer vierstelliger Euro-Betrag als Schadenshöhe geschätzt, jedoch bestand keine Gefahr für Menschen oder Wohngebäude. Damals war die vermutete Brandursache eine Selbstentzündung von Kompost.
Kempten, eine charmante Stadt im Allgäu mit 72.286 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2025), liegt auf 674 Metern über Normalnull und erstreckt sich über eine Fläche von 63,3 km². Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) leitet die Stadt und kümmert sich um die Belange der Bürger, insbesondere in Krisensituationen wie dieser. Die Feuerwehr Kempten ist nicht nur in der Schrebergartenanlage aktiv, sondern hat auch in den letzten Wochen zahlreiche Einsätze bewältigt. Am 2. März 2026 beispielsweise wurde die Feuerwehr um 23:05 Uhr zur Unterstützung des Rettungsdienstes in der Immenstädterstraße gerufen und hatte zuvor mehrere Einsätze, darunter auch Türöffnungen in akuten Gefahrensituationen.
Feuerwehreinsätze und Brandstatistik
Die Häufigkeit von Bränden in Kempten ist nicht zu unterschätzen. Laut der Feuerwehr Kempten gab es in den letzten Wochen zahlreiche Einsätze, darunter Brandmeldeanlagen, Kleinbrände und sogar ein Brand im Dachstuhl eines Gebäudes. Diese Daten verdeutlichen, wie wichtig die präventive Arbeit der Feuerwehr ist, um Menschen und Eigentum zu schützen. Die vfdb-Brandschadenstatistik, die zur Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland dient, hat über 5.000 Gebäude-Brandeinsätze aus den Jahren 2013 bis 2017 erfasst. Ein auffälliger Fakt ist, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen den häufigsten Ort für Gebäudebrände darstellen, während 83 % der Brände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten.
Die Herausforderung, die sich aus diesen Statistiken ergibt, zeigt sich besonders in Holzbaukonstruktionen, wo die Brandausbreitung schneller voranschreiten kann und ein größerer Löschwasserbedarf entsteht. Die vfdb hat auch moderne Technologien implementiert, um neue Brandrisiken zu erfassen, wie beispielsweise durch Elektromobilität. Mit einer web-basierten Erfassung, die über QR-Codes zugänglich ist, wird die Datensammlung optimiert, und die Feuerwehr wird aufgerufen, sich aktiv an der Erfassung zu beteiligen.
In Anbetracht der jüngsten Vorfälle in Kempten wird deutlich, dass die Stadt und ihre Feuerwehr gut vorbereitet sein müssen, um auf solche Ereignisse schnell und effizient reagieren zu können. Die kontinuierliche Sammlung und Analyse von Daten ist entscheidend, um fundierte Entscheidungen im Bereich des Brandschutzes zu treffen und zukünftige Brände zu verhindern.



