Sternsinger 2026: Gemeinsam gegen Kinderarbeit – Hoffnung für die Zukunft!
Am 2. Januar 2026 empfangen die Sternsinger in Kaufbeuren den Oberbürgermeister zur Unterstützung von Projekten gegen Kinderarbeit.

Sternsinger 2026: Gemeinsam gegen Kinderarbeit – Hoffnung für die Zukunft!
Wie jedes Jahr hat die Tradition der Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren auch heuer am 2. Januar, kurz nach Neujahr, ihren zauberhaften Auftakt genommen. Im historischen Sitzungssaal der Stadt wurde Oberbürgermeister Stefan Bosse empfangen, der das Engagement der fleißigen Sternsinger lobte und die Bedeutung der Aktion unterstrich. Das diesjährige Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“ verdeutlicht die drängenden Herausforderungen, die viele Kinder weltweit in den Fängen ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse erleben müssen. Die gesammelten Spenden dienen der Unterstützung verschiedener Projekte, die diesen Missständen entgegenwirken.
Die Sternsinger brachten mit ihren Liedern und Versen frohe Stimmung in den Sitzungssaal, wo sie auch das Rathaus segneten. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Oberbürgermeister den Sternsingern als Zeichen der Anerkennung eine kleine Gabe. Diese Veranstaltung, die die Herzen der Anwesenden berührte, ist nicht nur ein lokal verwurzeltes Fest, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität für Projekte, die sich um die Rechte von Kindern kümmern.
Projekte gegen Kinderarbeit
Die von den Sternsingern gesammelten Spenden fließen in drei wichtige Projekte. Eines davon richtet sich an Bangladesch, wo schockierende 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten müssen, von denen 1,1 Millionen unter äußerst gesundheitsschädlichen Bedingungen leiden. Hier setzt die ARKTF-Stiftung (Abdur Rashid Khan Thakur Foundation) in Jessore an, um ausbeuterische Arbeitsverhältnisse zu bekämpfen. Ihre Teams identifizieren und befreien Kinder aus unmenschlichen Arbeitsbedingungen und versuchen, sie in die Schule zu bringen.
Doch die Herausforderungen sind groß. Viele Familien können auf das Einkommen ihrer Kinder nicht verzichten, was die Kinderarbeit weiter verstärkt. Mit gezielter Arbeit mit Eltern, Arbeitgebern und Behörden wird angestrebt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Durch die Einrichtung von sieben Zentren erhalten betroffene Kinder psychologische Betreuung, Unterricht sowie Freizeitmöglichkeiten, um einen Neuanfang zu wagen, ganz im Sinne der eigenen Rechte und der nötigen Schulbildung. Mehr über diese Hilfe für arbeitende Kinder in Bangladesch erfahren Sie bei ster nsinger.de.
Unterstützung in Tansania und Palästina
Zusätzlich zu den Initiativen in Bangladesch unterstützt die Sternsinger-Aktion auch den Ausbau einer Kinderstation in Tansania sowie das Projekt „Lifegate“ in Beit Jala, das sich insbesondere um Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Palästina kümmert. Diese Projekte repräsentieren einen wichtigen Schritt, um benachteiligten Kindern eine Perspektive zu bieten und ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.
Insgesamt zeigt die Aktion der Sternsinger, wie wichtig es ist, gemeinsam für die Rechte von Kindern einzutreten. Auch wenn das Kindermissionswerk immer wieder mit dunklen Kapiteln in seiner Geschichte konfrontiert wird, wie im Fall von Fr. Winfried Pilz, der von 2000 bis 2010 Präsident des Kindermissionswerks war und in den letzten Jahren aufgrund von Missbrauchsvorwürfen in der Kritik steht, bleibt das Engagement der Sternsinger ein Lichtblick für viele Kinder weltweit. Die Organisation arbeitet aktiv daran, etwaige Missstände aufzuarbeiten und Kinderrechte zu schützen. Informationen dazu finden Sie auf kindermissionswerk.org.