Am 9. März 2026 wurden die Ergebnisse der Stadtratswahl in Kaufbeuren um 00:31 Uhr ausgezählt. Insgesamt wurden 622.609 gültige Stimmen abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 54,2 % entspricht. Von 33.838 Stimmberechtigten haben 18.348 ihre Stimme abgegeben, während es 654 ungültige Stimmzettel gab. Die Christlich-Soziale Union (CSU) konnte sich erneut als stärkste politische Kraft behaupten und erreichte 30,0 % der Stimmen, was ihr 12 Sitze im neuen Stadtrat sichert. Damit bleibt die CSU die klare Siegerin dieser Wahl, gefolgt von den Grünen mit 6 Sitzen und der AfD, die als große Gewinnerin der Wahl hervorgeht.

Die Sitzverteilung im neuen Stadtrat sieht wie folgt aus:

  • CSU: 186.851 Stimmen, 12 Sitze
  • Grüne: 94.574 Stimmen, 6 Sitze
  • AfD: 86.617 Stimmen, 5 Sitze
  • Freie Wähler: 71.415 Stimmen, 5 Sitze
  • Kaufbeurer Initiative (KI): 57.106 Stimmen, 4 Sitze
  • SPD: 38.684 Stimmen, 2 Sitze
  • GKF: 27.206 Stimmen, 2 Sitze
  • FDP: 15.343 Stimmen, 1 Sitz
  • Die Linke: 18.419 Stimmen, 1 Sitz
  • BSW: 12.463 Stimmen, 1 Sitz
  • Bürgerliste Zukunft Kaufbeuren (BZKf): 13.931 Stimmen, 1 Sitz

Neue Gesichter im Stadtrat

Insgesamt sind nun 11 politische Gruppierungen im Stadtrat vertreten, was eine Zunahme der parteipolitischen Zersplitterung darstellt, die von neun auf elf Parteien und Gruppierungen gewachsen ist. 16 neue Mitglieder ziehen in den Stadtrat ein, während zwei weitere Mitglieder, die zuvor für andere Parteien angetreten waren, ihre Sitze behalten. Der Frauenanteil bleibt mit elf Rätinnen bei insgesamt 40 Plätzen konstant. Zudem bringen jüngere Bewerber frischen Wind und ersetzen einige langjährige Stadträte.

Die gewählten Kandidaten der CSU sind unter anderem Stephan Stracke, Christian Sobl und Julia von Stillfried-Rattonitz. Bei den Grünen stehen Oliver Schill und Bettina Aernecke-Rottach auf der Liste. Die AfD wird von Christian Köhler und Elke Hübner vertreten, während die Freien Wähler Bernhard Pohl und Daniel Oppolzer in den Stadtrat entsenden. Auch die Kaufbeurer Initiative, SPD, GKF, FDP, Die Linke, BSW und BZKf haben ihre Vertreter gewählt.

Wahlbeteiligung im Kontext

Die Wahlbeteiligung von 54,2 % ist ein interessantes Maß für die politische Partizipation in Kaufbeuren. In Deutschland hat jeder Bürger ab 18 Jahren das Recht, an Wahlen teilzunehmen, und die Wahlbeteiligung wird oft als Qualitätsmerkmal für demokratische Systeme angesehen. Es gibt bemerkenswerte Unterschiede bei Landes- und Kommunalwahlen, und in der Regel steigt die Wahlbeteiligung mit dem Alter der Wähler. Besonders bei älteren Wählern, wie den 50- bis 69-Jährigen, ist eine hohe Beteiligung zu verzeichnen.

Im Vergleich zu anderen Wahlen zeigt sich, dass die Wahlbeteiligung in Kaufbeuren zwar im mittleren Bereich liegt, aber dennoch dem Trend einer generellen Zunahme der Wahlbeteiligung in Deutschland widerspricht, die bei den letzten Bundestagswahlen einen Rekordwert von 82,5 % erreichte. Die Ergebnisse der Kommunalwahl 2026 zeigen, dass sich das politische Landschaftsbild in Kaufbeuren weiter diversifiziert hat und dies möglicherweise auch Auswirkungen auf zukünftige Wahlen und politische Entscheidungen in der Stadt haben könnte.

Für weitere Informationen zur Stadtratswahl in Kaufbeuren können Sie die vollständigen Ergebnisse auf wir-sind-kaufbeuren.de nachlesen. Zudem bietet die Allgäuer Zeitung eine tiefere Analyse zu den Ergebnissen.