Neujahrsempfang in Kaufbeuren: Gablonzer Heimatkreis erwacht nach Pause!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Neujahrsempfang des Gablonzer Heimatkreises in Kaufbeuren: Oberbürgermeister Bosse würdigt die kulturelle Verbundenheit und Geschichte.

Neujahrsempfang des Gablonzer Heimatkreises in Kaufbeuren: Oberbürgermeister Bosse würdigt die kulturelle Verbundenheit und Geschichte.
Neujahrsempfang des Gablonzer Heimatkreises in Kaufbeuren: Oberbürgermeister Bosse würdigt die kulturelle Verbundenheit und Geschichte.

Neujahrsempfang in Kaufbeuren: Gablonzer Heimatkreis erwacht nach Pause!

Am 16. Januar 2026 war es endlich so weit: Nach mehrjähriger Pause lud der Gablonzer Heimatkreis zum Neujahrsempfang. In den ehrwürdigen Mauern des historischen Sitzungssaals im Rathaus Kaufbeuren begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse die Mitglieder und Gäste dieser besonderen Veranstaltung. In seiner Rede betonte er die historische und kulturelle Verbundenheit zwischen Kaufbeuren und Gablonz an der Neiße, die nicht nur eine emotionale, sondern auch eine kulturelle Brücke schlägt, über die Generationen hinweg.

Der Gablonzer Heimatkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der früheren deutschen Bevölkerung aus dem Landkreis Gablonz an der Neiße zu bewahren. Er vereint zahlreiche Ortsgemeinschaften, Isergebirgsgruppen und Gablonzer Gilden aus Deutschland und Österreich. Der Vorsitzende Dr. Thomas Jahn betonte die Notwendigkeit dieses Engagements und sprach von der Relevanz eines lebendigen Austauschs zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Laut kaufbeuren.de repräsentiert der Heimatkreis diese tief verwurzelte Geschichte und die 20 betreuten Ortsgemeinschaften durch regelmäßige Treffen und Aktivitäten.

Ein Blick zurück

Dr. Jahn erinnerte in seiner Ansprache an die historischen Ereignisse, die die Verbindung zwischen Gablonz und Kaufbeuren prägten. Die Jahreszahl sechs hat für Gablonz eine besondere Bedeutung – sei es die Stadterhebung 1866 oder der Besuch des Kaisers 1906. Im kommenden Jahr wird das Stadtgebiet Neugablonz zudem auf 200 Jahre Geschichte zurückblicken, was ein Grund mehr ist, um diese Traditionen hochzuhalten und zu feiern.

Während mehrere Mitglieder der Gablonzer Gemeinschaft sich über die vergangenen Herausforderungen und deren Folgen für die Kultur austauschten, äußerte Jahn auch Besorgnis über aktuelle bundespolitische Entwicklungen. Besonders die Diskussion um Entschädigungsansprüche und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland sorgen für Unsicherheit, wie aus all-in.de hervorgeht. Die Gefahr, dass viele Aktivitäten künftig in Eigeninitiative organisiert werden müssen, sei real.

Ehrungen und Ausblick

Bei der Veranstaltung wurde auch Kurt Reichelt, der Ehrenvorsitzende, für seine langjährige Arbeit und Verdienste um die Sudetendeutsche Volksgruppe geehrt. Zudem erhielt Heinz Feix eine Ehrenurkunde und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Diese Auszeichnungen sind Zeichen der Wertschätzung für den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder im Heimatkreis.

Oberbürgermeister Bosse lobte die Initiative und den Unternehmergeist, der von den Heimatvertriebenen nach Kaufbeuren und Neugablonz getragen wird. Wie heilsam ein „frischer Wind“ für die Gemeinschaft sein kann, zeigt die positive Resonanz auf den Neujahrsempfang: Ein Ereignis, das ebenso den Marktplatz der Ideen und den Austausch fördert wie auch die lang gehegten Traditionen aufrechterhält.