Im Herzen von Kaufbeuren steht eine neue Attraktion in den Startlöchern: Eine Kneipp-Anlage wird im Jordanpark errichtet! Laut der Allgäuer Zeitung ist der Baustart für nächste Woche terminiert. Die Becken werden auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses „Bad“ installiert, das sich zwischen dem früheren Gefängnis und dem Park befindet. Diese Maßnahme wurde kürzlich von Baureferent Helge Carl bekanntgegeben und verspricht, ein neuer Anziehungspunkt für Erholungssuchende zu werden.
Kneipp-Angebote erfreuen sich nicht nur in Kaufbeuren zunehmender Beliebtheit, sondern sind auch generell im Trend. Die Idee hinter der Kneipp-Anlage ist nicht nur die Förderung der Gesundheit, sondern auch die Verbesserung des Stadtklimas und die Erweiterung des Jordanparks als einen Ort der Bewegung und Erholung, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse in den Planungen festhielt. Die neue Anlage wird darüber hinaus zu einer lebendigen Begegnungsstätte für alle Generationen beitragen.
Finanzierung und Unterstützung für das Projekt
Die Finanzierung des Projekts wird größtenteils vom Freistaat Bayern übernommen, der 90% der Kosten trägt. Der verbleibende Eigenanteil von etwa 30.000 Euro soll durch Spenden gedeckt werden. Der Kneippverein Kaufbeuren e.V. hat sich nicht nur finanziell, sondern auch ideell in die Planung eingebracht. Er wird die Abwicklung der Spendenaktion übernehmen und stellt Spendenbescheinigungen aus. Schließlich sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, das Projekt durch ihre Spenden zu unterstützen, um das gemeinschaftliche Gesundheitsangebot zu realisieren.
Die Spendenaktion wird durch die Sparkassenstiftung Allgäu unterstützt, die maßgeblich zur Verwirklichung des Vorhabens beiträgt. Wer helfen möchte, kann über das Spendenkonto des Kneippvereins spenden: IBAN: DE88 7335 0000 0000 0362 36, Verwendungszweck: Spende Kneipp-Anlage.
Die Beliebtheit von Kneipp-Anlagen
Kneipp-Anlagen zeigen nicht nur in Kaufbeuren großes Potenzial, sie sind auch in vielen anderen Regionen Deutschlands gefragt. Eine Studie aus dem Main-Kinzig-Kreis hat gezeigt, dass Kneipp-Anlagen gut von älteren Erwachsenen angenommen werden und eine wachsende Besucherzahl verzeichnen. Geschätzt wird, dass allein zwischen Mai und September hohe Besucherzahlen von 270 bis 290 Personen in drei Tagen an den untersuchten Anlagen zu verzeichnen sind. Vor allem Frauen stellen mit einem Anteil von 54% bis 61% die Mehrheit der Nutzenden dar, wie Studien des Stadt und Grün zeigen.
Die Zusammensetzung der Nutzerprofile ist dabei vielfältig: aktive Kneippianer, Erfrischungs-Suchende, spielende Kinder und Zuschauer prägen das Bild an den Anlagen. Dies spricht dafür, dass die Kneipp-Anlage im Jordanpark nicht nur für die Gesundheit förderlich ist, sondern auch als sozialer Treffpunkt fungieren wird.
Insgesamt sieht Kaufbeuren mit der geplanten Kneipp-Anlage einer spannenden Entwicklung entgegen, die das Stadtbild aufwerten und den Bürgerinnen und Bürgern einen Ort der Entspannung und Gesundheit bieten wird.