Am 12. Februar 2026 sollte in Kaufbeuren ein farbenfrohes Spektakel stattfinden, doch die Burongaudi und die Open-Air-Faschingsparty am Lumpigen Donnerstag wurden wetterbedingt abgesagt. Diese Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit der Stadt und wurde aufgrund der schlechten Wetterprognosen getroffen. Angekündigte Regenfälle und böiger Wind machen eine sichere Durchführung im Freien unmöglich. Die Veranstalter, darunter Organisator Daniel Fischer, bedauern diese Absage sehr, da viele Beteiligte Zeit, Engagement und finanzielle Mittel in die Vorbereitungen investiert haben. Dennoch steht die Sicherheit der Teilnehmer und der Zuschauer an erster Stelle.
Die Absage sorgt nicht nur für Enttäuschung bei den Narren, sondern wirft auch Sicherheitsbedenken auf. Kapellen befürchten Schäden an ihren Instrumenten und Noten, während die Garden um ihre aufwendig gestalteten Kostüme bangen. Ein Auftritt in Regenkleidung wäre für die Gruppen und das Publikum unattraktiv. Trotz dieser Umstände bleibt der Narrenpass gültig, und die damit verbundenen Events werden wie geplant durchgeführt. Der Veranstalter bittet um Verständnis und wünscht allen eine fröhliche Faschingssaison trotz der Absage. Informationen zur Absage finden sich auch auf wir-sind-kaufbeuren.de und wurden von AllgäuHIT bestätigt.
Sicherheitslage während der Faschingszeit
Der Fasching in Bayern steht vor den Türen, doch die allgemeine Sicherheitslage sorgt für Verunsicherung. Nach Anschlägen in Städten wie Magdeburg, Aschaffenburg und München gibt es Berichte über IS-Propaganda, die zu Anschlägen auf Faschingsveranstaltungen aufruft. Das Bundeskriminalamt hat eine hohe allgemeine Bedrohung durch islamistischen Terrorismus festgestellt, und der bayerische Verfassungsschutz warnt vor der Gefährdung öffentlicher Veranstaltungen. Die Sicherheitsbehörden arbeiten eng mit internationalen Partnern zusammen, um potenzielle Anschlagsvorhaben zu erkennen und zu verhindern.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betont jedoch, dass es keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge gibt. Die Propaganda soll lediglich die Bevölkerung verunsichern und terrorisieren. Trotz der Bedenken haben viele Veranstalter in Bayern ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Zusätzliche Straßensperren und LKW-Sicherungen wurden bei Großveranstaltungen, wie dem Nachtumzug in Dillingen und dem Chinesenfasching in Dietfurt, implementiert. In einigen Städten, wie München und Aschaffenburg, wurden sogar Faschingsumzüge abgesagt, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Verantwortung für die Sicherheit der Umzüge liegt hauptsächlich bei den Veranstaltern. In Städten wie Waldkraiburg und Mühldorf wurden Umzüge aufgrund hoher sicherheitstechnischer Anforderungen an städtische Behörden abgegeben. Trotz der Absagen und Bedenken finden die meisten Faschingsfeierlichkeiten in Bayern unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen statt, um den Narren ein unbeschwertes Feiern zu ermöglichen. Weitere Informationen zu den Sicherheitsmaßnahmen während des Faschings sind auf BR.de verfügbar.