Am 18. Januar 2026 startet ein interessanter Podcast, der sich mit wichtigen Themen rund um das Sterben, Nähe und Mitmenschlichkeit auseinandersetzt. Der Gastgeber Claus Tenambergen begrüßt dazu Michael Feistl, den 1. Vorsitzenden des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V., sowie Alexandra Scharpf, eine ehrenamtliche Hospizbegleiterin. In diesem Gespräch stehen die Hospizarbeit und die wertvolle Unterstützung durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Mittelpunkt, die unheilbar kranke und sterbende Menschen bis zu ihrer letzten Lebensstunde begleiten.

Der Hospizverein feiert in diesem Jubiläumsjahr 2026 stolz sein 30-jähriges Bestehen. In seiner langjährigen Arbeit hat er viel erlebt, gemeinsam mit Familien, die schwere Zeiten durchmachen mussten. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die Themen Halt, Würde und Menschlichkeit in der Hospizarbeit sind. Diese Werte werden nicht nur in der Begleitung der Betroffenen praktiziert, sondern auch in der Organisation zahlreicher Veranstaltungen in Kaufbeuren und Ostallgäu, die alle dazu einladen, den Hospizgedanken lebendig zu halten und zu feiern.

Der Weg zur Würde

Was lässt sich über den Hospizgedanken und palliative Betreuung sagen? Laut diakonie.de begleitet die Hospizarbeit schwer erkrankte Menschen und unterstützt deren Angehörige, um ein würdiges Sterben zu ermöglichen. Dabei wurde diese Bewegung in den 1960er Jahren geboren und seit den 1980ern hat sie sich in Deutschland fest etabliert. Mit einem besonderen Fokus auf die Einheit von Körper, Geist und Seele sorgt die palliative Beratung dafür, dass Menschen in dieser schwierigen Phase ihrer letzten Lebenszeit zu Hause im Kreis ihrer Familie bleiben können.

Die Hospizbegleiter orientieren sich stets an der Individualität und den Wünschen der betroffenen Personen. Es ist das klare Ziel, Schmerzen und Ängste zu lindern und die letzten Tage so schmerzfrei und selbstbestimmt wie möglich zu gestalten. Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsaktivitäten, um den offenen Umgang mit dem Thema Sterben zu fördern und die Integration der Hospizidee in bestehende Einrichtungen zu unterstützen.

Engagement für schwerstkranke Menschen

Die Finanzierung der Hospizarbeit basiert zu 95 % auf Krankenkassenleistungen und zu 5 % auf Spenden. Aktuell gibt es in Deutschland etwa 282 stationäre Hospize, die für die letzte Lebensphase der Menschen einen geschützten Rahmen bieten. Die Unterstützung durch Ehrenamtliche ist für den Erfolg der Hospizarbeit unerlässlich, wie die Geschichte des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu zeigt.

Mit ihren Angeboten, die über die klassischen Dienstleistungen hinausgehen, möchte der Hospizverein das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Schwerstkranken und ihren Angehörigen schärfen. Diese Feiern zum 30-jährigen Bestehen sollen nicht nur Rückblick leisten, sondern auch ein ganz wichtiges Zeichen für die Zukunft setzen, denn auch in den kommenden Jahren wird der Bedarf an Unterstützung in diesem sensiblen Bereich bestehen bleiben.

Für alle, die mehr über die Hintergründe und die konkrete Arbeit des Hospizvereins erfahren möchten, sind die geplanten Veranstaltungen und Aktionen ein guter Anlass, um Informationen zu erhalten und Teil einer wichtigen Gemeinschaft zu werden. Weitere Details finden sich auf der offiziellen Webseite des Hospizvereins.