Ingolstadt, ein Ort, an dem Tradition und Gemeinschaft großgeschrieben werden, konnte erneut auf die großzügige Unterstützung seiner Fußballfans zählen. Die Erlöse der Weihnachtsmärkte bei den letzten Heimspielen im Jahr 2025 ermöglichten eine Spende von 3.000 Euro an den Wirbelwind Ingolstadt e.V. Diese Initiative ist ein wichtiges Projekt, das dem FC Ingolstadt 04 am Herzen liegt. Es zeigt, wie sehr sich die Fanszene auch am Jahresende für die gute Sache engagiert hat. Besonders die Unterstützung der Anhänger am Audi Sportpark trug maßgeblich zur Summe bei, die nun dem Verein zugutekommt.
Wirbelwind Ingolstadt e.V. fungiert als Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen, ein Thema von enormer gesellschaftlicher Relevanz. Der FC Ingolstadt 04 arbeitet eng mit diesem Verein zusammen, insbesondere bei der Entwicklung des Kinderschutzkonzepts ‚Schanzer Schild‘. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, ein sicheres Umfeld für Kinder und Jugendliche im Sport zu schaffen. FCI-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer äußerte sich stolz über das Ergebnis der Spendenaktion und dankte insbesondere der Südtribüne Ingolstadt e.V., den Fans und den Nachwuchsspielern für ihre Unterstützung.
Ein starkes Netzwerk für den Kinderschutz
Die Bemühungen um den Kinderschutz sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern spiegeln ein weitreichendes Engagement wider. Weitere Informationen zu den Projekten und Unterstützungsangeboten finden Sie auf der Webseite der jungen Fans des FC Ingolstadt unter jungefans.fci.de/downloads/. Hier werden wichtige Materialien und Hilfestellungen bereitgestellt, um das Bewusstsein und die Prävention von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche weiter zu stärken.
Zusätzlich zu diesen Initiativen gibt es auf nationaler Ebene relevante Entwicklungen im Bereich des Kinderschutzes im Sport. Das Rechtsgutachten von Dr. Thomas Summerer zu Lizenzentzugs-Möglichkeiten, basierend auf den DOSB-Rahmenrichtlinien, beleuchtet die Notwendigkeit einer umfassenden Überarbeitung des Lizenzsystems. Dies ist besonders wichtig, um Fehlverhalten von Lizenzinhabern angemessen zu adressieren. In dieser Hinsicht haben auch Prof. Dr. Cherkeh und Dr. Summerer wertvolle Ideen zur Weiterentwicklung des Lizenzsystems eingebracht, die teilweise vom bisherigen Konzept abweichen. Ihre Vorschläge erfordern eine intensive Analyse, bevor verbandspolitische Entscheidungen getroffen werden können.
Gemeinsam stark für eine sichere Zukunft
Die geplanten verbandspolitischen Entscheidungen, die das Ausmaß der Vereinheitlichung von Regelungen zum Lizenzentzug betreffen, sind von großer Bedeutung. Die Gespräche erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Expert*innen aus den Mitgliedsorganisationen des DOSB. Eine Task-Force wird eingerichtet, um eine umfassende Strategie zu entwickeln, und die Auswahl der Personen erfolgt in Rücksprache mit den jeweiligen Sprechergruppen. So wird sichergestellt, dass die Relevanz und die Erfahrungen aller Beteiligten in den Entscheidungsprozess einfließen.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene ernsthafte Anstrengungen unternommen werden, um Kinder und Jugendliche im Sport zu schützen. Die Spendenaktion des FC Ingolstadt 04 und die Zusammenarbeit mit Wirbelwind Ingolstadt e.V. sind leuchtende Beispiele für das Engagement, das in der Gemeinschaft herrscht. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin Bestand haben und ausgebaut werden können, um ein sicheres Umfeld für die Jüngsten zu gewährleisten.