Heute ist der 1.03.2026 und wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das Rebhuhn zum Vogel des Jahres 2026 ernannt wurde. Diese Wahl, die vom 2. September bis 9. Oktober 2025 stattfand, brachte dem Rebhuhn 81.855 Stimmen, was 44,5 % der Gesamtstimmen entspricht. Die Amsel landete auf dem zweiten Platz mit 49.011 Stimmen (26,6 %), gefolgt von der Waldohreule und der Schleiereule, die mit 12,7 % bzw. 11,7 % der Stimmen ebenfalls beachtliche Ergebnisse erzielten. Der Zwergtaucher erhielt 8.270 Stimmen (4,5 %), was ihm den letzten Platz einbrachte. Diese Wahl ist nicht nur ein Zeichen der Beliebtheit, sondern auch ein dringender Appell an den Schutz dieser stark gefährdeten Art.

Der Bestand des Rebhuhns hat in Deutschland seit 1980 um erschreckende 87 % abgenommen. Hauptursachen sind die Intensivierung der Landwirtschaft, Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden. Das Rebhuhn, das in seiner Erscheinung unauffällig ist und zur Familie der Hühnervögel gehört, benötigt dringend Hilfe. Menschen und Rebhühner haben über Jahrtausende hinweg ihren Lebensraum geteilt, doch jetzt ist der Lebensraum des Rebhuhns, der vor allem aus Äckern und landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht, stark bedroht.

Die Herausforderungen für das Rebhuhn

Dietmar Will, ein Biologe aus Haßfurt, erklärt die Herausforderungen, mit denen das Rebhuhn konfrontiert ist. Es ist bekannt, dass der Lebensraum des Rebhuhns nicht nur durch die Landwirtschaft gefährdet ist, sondern auch durch die Gestaltung der Agrarlandschaften. Der Landkreis Haßberge wird in diesem Zusammenhang als ein wichtiger Lebensraum für das Rebhuhn erwähnt. Der Schutz dieser Art erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Landwirten, die durch nachhaltige Praktiken zur Erhaltung der Lebensräume beitragen können.

Für die Erhaltung des Rebhuhns sind mehr ungenutzte Flächen und mehrjährige Brachen notwendig. Zusätzlich müssen Landwirte auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Hier können Bürger aktiv werden, indem sie Sichtungen von Rebhühnern melden, um so zur Bestandsüberwachung beizutragen.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Das Rebhuhn gilt in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als „stark gefährdet“. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde 2021 das bundesweite Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist es, die Lebensräume des Rebhuhns zu verbessern und die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften zu fördern. Seit 2023 werden in acht Bundesländern konkrete Schutzmaßnahmen umgesetzt. Diese Maßnahmen kommen nicht nur dem Rebhuhn zugute, sondern auch anderen Arten, insbesondere Feldvögeln und Insekten wie Nachtfaltern.

Das Rebhuhn wird als Leitart für eine vielfältige Agrarlandschaft betrachtet, und die Projektträger, darunter der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Georg-August-Universität Göttingen, arbeiten daran, diese wichtigen Lebensräume zu sichern. Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und handeln, um das Überleben dieser faszinierenden Vogelart zu sichern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in den ausführlichen Berichten des NABU und des Bundesamtes für Naturschutz.