Am Landratsamt Haßberge wurden kürzlich mehrere Absolventen verschiedener Weiterbildungsmaßnahmen ausgezeichnet. Landrat Wilhelm Schneider würdigte die Leistungen der Teilnehmer und betonte die immense Bedeutung der Qualifizierung eigener Mitarbeiter für zukünftige Leitungsaufgaben. In diesem Jahr dürfen sich gleich mehrere Fachkräfte über ihren erfolgreichen Abschluss freuen. Lucas Beuerlein und Manfred Schirdewahn haben die Straßenwärterprüfung bestanden, während Michelle Beppler den Aufstieg zur Verwaltungsfachwirtin geschafft hat. Besonders hervorzuheben ist Marco Wacker, der als Verwaltungsbetriebswirt mit herausragendem Ergebnis abgeschlossen hat. Schneider hob den großen Einsatz der Absolventen hervor und bezeichnete die Beschäftigten als das Rückgrat der Verwaltung. Das Landratsamt präsentiert sich somit als attraktiver Arbeitgeber mit echten Vorankommensmöglichkeiten durch gezielte Weiterqualifizierung.
Die Glückwünsche kamen nicht nur vom Landrat selbst, sondern auch von der Personalabteilung, dem Personalrat, Geschäftsleiter Marcus Fröhlich sowie dem Leiter der Tiefbauverwaltung, Alfons Schanz. Diese Auszeichnungen sind nicht nur eine persönliche Errungenschaft für die Absolventen, sondern auch ein Zeichen für die Förderung von Fachkräften innerhalb der öffentlichen Verwaltung.
Verwaltungsfachwirt/in: Ein wichtiger Schritt in der Karriere
Der Lehrgang zum „Verwaltungsfachwirt/in“ richtet sich an Beschäftigte im öffentlichen Dienst, insbesondere in der Kommunal- und Landesverwaltung. Ziel ist die Vermittlung von praxisorientiertem Fachwissen sowie sozialen, persönlichen und Führungskompetenzen. Diese Qualifikation bereitet die Teilnehmer auf gehobene Funktionen mit Führungsverantwortung in der Verwaltung vor. Die Absolventen haben die Möglichkeit, sich über Tarifstufe 9a TVÖD hinaus einzugruppieren.
Der Lehrgang wird im Blended-Learning-Format durchgeführt, wobei 80 % der Inhalte online über ein Videokonferenzsystem vermittelt werden und 20 % in Präsenz an zwei Standorten, Stuttgart und Tübingen, stattfinden. Insgesamt sind drei Präsenzwochen und etwa vier weitere Präsenztage vorgesehen. Die Teilnehmer bereiten sich auf die Fortbildungsprüfung „Verwaltungsfachwirt/in“ gemäß der Zweiten Prüfung nach Entgeltordnung und Prüfungsordnung der Württembergischen VWA vor. Die Weiterbildung gliedert sich in zwei Teile mit schriftlichen sowie praktischen und mündlichen Prüfungen. Weitere Informationen zu diesem Lehrgang finden Sie unter Württembergische VWA.
Wichtige Aspekte der Weiterbildung
Verwaltungsfachwirte übernehmen leitende Funktionen im öffentlichen Dienst. Ihre Aufgaben ähneln denen von Beamten im gehobenen Dienst, wie beispielsweise Diplom-Verwaltungswirten. Sie sind in verschiedenen Bereichen tätig, darunter Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, EU-Behörden, Kirchenverwaltung, Hochschulen sowie Wirtschafts- und Berufsverbänden. Die Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt erfordert jedoch einen bereits vorhandenen Berufsabschluss, häufig aus Berufen wie Verwaltungsfachangestellten oder Kaufleuten für Büromanagement.
Die Inhalte der Weiterbildung sind vielfältig und umfassen unter anderem Rechtssystematik, Staats- und Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Öffentliches Dienstrecht sowie Öffentliches Finanzwesen. Wer an der Weiterbildungsprüfung teilnehmen möchte, muss eine geeignete berufliche Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung nachweisen. Zudem können die Kosten für Vorbereitungskurse entweder vom Arbeitgeber übernommen oder selbst getragen werden. Für detaillierte Informationen zur Weiterbildung können Interessierte die Webseite Verwaltung Ausbildung besuchen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Fortbildung und Qualifizierung im öffentlichen Dienst nicht nur für die einzelnen Mitarbeiter von Bedeutung ist, sondern auch für die gesamte Verwaltung. Durch die Stärkung der Fachkompetenz wird die Leistungsfähigkeit und Effizienz der öffentlichen Verwaltung nachhaltig gesichert.



