Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

In der heutigen Zeit sind Integration und Sprachförderung in der Pflege von enormer Bedeutung. Ein besonders herausragendes Beispiel für gelungene Integration ist der 26-jährige Nikola Petrov, der als Integrationsbeauftragter im Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg tätig ist. Der in München geborene, aber in Kroatien aufgewachsene Petrov spricht insgesamt zehn Sprachen nahezu fließend, und dies in einer Position, die täglich zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Laut Augsburger Allgemeine arbeitet er seit zwei Jahren daran, ausländische Pflegekräfte im Krankenhaus zu unterstützen und zu integrieren.

Was macht er eigentlich genau? Nikola Petrov ist in der Region der einzige staatlich geprüfte Übersetzer und dies macht ihn zu einer wichtigen Schnittstelle zwischen der Pflegeeinrichtung und den internationalen Fachkräften. Er unterstützt rund 100 ausländische Pflegekräfte, die in Ausbildung sind oder im BKH arbeiten. Seine Aufgaben reichen von der Abholung am Flughafen, über Behördengänge bis hin zur Organisation von Wohnungsübergaben und Familiennachzug. Zudem vermittelt er Minijobs für die Angehörigen dieser Mitarbeiter. Diese umfassende Betreuung führt dazu, dass die Fluktuation der Pflegekräfte gering bleibt und nur eine Frau das BKH bisher verlassen hat.

Die Rolle von Sprache in der Pflege

Die Bedeutung von Sprachkenntnissen in der Pflege ist unbestritten. Deutsches Fachvokabular ist entscheidend, um Nähe und Vertrauen zu den Patienten aufzubauen. Einblicke in ähnliche Ansätze bietet der Gesundheitsdienstleister mevanta aus Berlin. Bei mevanta hat man ebenfalls erkannt, wie wichtig eine gute sprachliche Integration für die Qualität der Pflege ist. Neben Intensivsprachkursen wird dort ein Patenprogramm angeboten, das neuen Kollegen durch erfahrene Mitarbeiter Orientierung gibt. Diese Unterstützung wird auch durch Online-Lernangebote von Plattformen wie der Deutschen Welle und dem Goethe-Institut ergänzt, wie in einem Bericht auf INQA zu lesen ist.

In-article Werbung
In-article Werbung

Doch nicht nur die sprachliche Förderung zählt, auch die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte spielt eine wesentliche Rolle. Die Bundesregierung arbeitet an der Reduzierung bestehender Hürden in diesem Bereich. Es werden faire Rekrutierungsprozesse angestrebt, um internationalen Fachkräften eine reibungslose Integration in den deutschen Arbeitsalltag zu ermöglichen. Das Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ beispielsweise hilft, transparente Rekrutierung zu fördern und damit die Rechte und Interessen der Pflegefachkräfte aus Drittstaaten zu schützen, so Pflegenetzwerk Deutschland.

In einer Zeit, in der der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal steigt, sind flexibles Denken und das Einfrieren von Vorbehalten gegenüber ausländischen Kollegen gefordert. Die Erfahrungen in Günzburg und bei nachhaltigen Integrationsprojekten wie bei mevanta zeigen, dass eine gemeinsame Basis aus Sprache und Vertrauen nicht nur den Pflegekräften, sondern auch den Patienten zugutekommt.

Abschließend lässt sich festhalten, dass Nikola Petrov und seine Unterstützung für ausländische Fachkräfte im BKH Günzburg exemplarisch für viele Initiativen in ganz Deutschland steht, die sich um die Integration und Förderung der internationalen Pflegegemeinschaft bemühen.