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In Günzburg wird kräftig an der Umgestaltung des ehemaligen Hotels Zettler gearbeitet. Die TUUM Immobilien GmbH hat sich dieser Herausforderung angenommen und will auf dem Gelände in der Ichenhauser Straße ein innovatives Mehrgenerationen-Konzept verwirklichen. Geplant sind insgesamt 48 Einheiten für „Betreutes Wohnen“ sowie eine moderne Kindertagesstätte, die in der Stadt dringend benötigt wird. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat sich jüngst vor Ort einen Eindruck vom Baufortschritt verschafft und zeigt sich optimistisch, dass das Projekt eine wichtige Lücke in der städtischen Infrastruktur schließen wird. Laut der Augsburger Allgemeine entstehen nicht nur 48 barrierefreie Wohnungen zwischen 30 und 65 Quadratmetern, sondern auch 30 Krippen- und 50 Kindergartenplätze.

Ein besonderes Augenmerk der Bauarbeiten liegt auf der Barrierefreiheit. Ein modernes Aufzugsystem sorgt dafür, dass alle Wohnungen und die Kellerräume – die Platz für Rollatoren, Fahrräder und Kinderwägen bieten – problemlos erreicht werden können. Im Neubau, der den KfW 40-Standard erfüllt, wird es zudem großzügige Balkone für nahezu alle Einheiten geben, abgesehen von sechs Dachgeschosswohnungen. Das Projekt nimmt auf einem 4000 Quadratmeter großen Areal Gestalt an, welches auch über eine Grünanlage mit Spielgeräten verfügt. Pädagogische Angebote in der Kindertagesstätte sowie eine wohl durchdachte Quartiersgestaltung stehen im Vordergrund.

Bundesweite Initiativen für generationengerechtes Wohnen

Die Entwicklungen in Günzburg reißen nicht ab. Zum 1. März 2024 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Modellprogramm „AGIL – Altersgerecht, gemeinschaftlich und inklusiv leben“ ins Leben gerufen. Damit werden innovative und modelhafte Projekte gefördert, die sich mit generationengerechtem Wohnen, Teilhabe und Quartiersgestaltung befassen. Bis zu 15 Investitionsprojekte werden auf Bundesebene unterstützt, was die Chancen verbessert, dass ähnliche Vorhaben wie in Günzburg auch anderswo realisiert werden können. Informationen hierzu finden interessierte Wohnungsunternehmen und Genossenschaften beim BMBF.

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Die Förderung unterstreicht die Notwendigkeit, dass Quartiere eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität aller Generationen spielen. Faktoren wie Wohnumfeld, Versorgungsinfrastruktur und das soziale Miteinander haben direkten Einfluss auf die Zufriedenheit der Bewohner. Wohnungsunternehmen, die in ihrer Region gut verankert sind und die Bedürfnisse ihrer Mieter gut kennen, sind hier wichtige Partner, um generationengerechte Konzepte umzusetzen. Der Prozess „Generationengerechtes Wohnen im Quartier“ wird bundesweit angeboten und hat auch schon in Nordrhein-Westfalen bemerkenswerte Pilotprojekte hervorgebracht, die aufzeigen, wie wirkungsvolle Quartiersentwicklung aussehen kann. Mehr dazu erfährt man bei der Familiengerechte Kommune.

Die Bauarbeiten in Günzburg sind auf Kurs und der Bezug der Wohnungen ist für Ende des Jahres anvisiert. Das Konzept könnte somit nicht nur für den Platzhirsch unter den Wohnprojekten in Günzburg stehen, sondern könnte auch als Modell für weitere Städte dienen, die die Herausforderungen des demographischen Wandels aktiv angehen wollen. „Da liegt was an!“ könnte man nur sagen.