In der Region Günzburg wird auch in diesem Jahr wieder der Brauch des Funkenfeuers gefeiert, und zwar am ersten Sonntag nach Aschermittwoch, dem Funkensonntag. Dieser Brauch hat seine Wurzeln in der vorchristlichen Zeit und symbolisiert den Abschied vom Winter sowie einen Neubeginn. Die Tradition ist besonders im alemannischen Raum verbreitet, wo sie oft mit meterhohen Holzhaufen und einer sogenannten Funkenhexe gefeiert wird. Diese Strohpuppe steht für den Winter und soll durch ihr schnelles Verbrennen den Winter vertreiben und den Frühling einläuten. Die Größe und Leuchtkraft des Feuers sollen zudem Fruchtbarkeit im kommenden Jahr fördern (Augsburger Allgemeine).

Im Landkreis Günzburg stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Zu den Terminen und Orten, an denen die Funkenfeuer 2026 stattfinden, gehören unter anderem Aletshausen, Winzer, Bibertal und viele mehr. Eine Übersicht der wichtigsten Veranstaltungen zeigt, dass in den meisten Orten die Feierlichkeiten am 21. Februar stattfinden, während in Günzburg das Feuer am 22. Februar um 18 Uhr entzündet wird. Die Menschen versammeln sich bei Einbruch der Dunkelheit um die Holztürme, um dieses traditionelle Spektakel gemeinsam zu erleben.

Die Tradition des Funkenfeuers

Die Tradition des Funkenfeuers hat eine lange Geschichte und ist nicht nur im Landkreis Günzburg, sondern auch im Allgäu, Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein verbreitet. Der Ursprung des Brauchs ist unklar, wird jedoch häufig mit heidnisch-germanischen Traditionen in Verbindung gebracht. Die Funkenhexe, die auf dem Holzhaufen platziert wird und mit Schwarzpulver gefüllt ist, soll symbolisch den Winter vertreiben. Je schneller sie verbrennt, desto schneller soll der Winter enden und ein helles, großes Feuer steht für ein fruchtbares Jahr (Allgäu ABC).

Die Diskussionen um den Brauch sind vielfältig: Während einige Orte im Allgäu an der Tradition festhalten, empfinden andere das Verbrennen der Strohpuppe als makaber. Für viele jedoch ist es ein fester Bestandteil des Brauchtums, der in geselliger Runde und oft bei festlichen Veranstaltungen gefeiert wird. Besonders beliebt sind die sogenannten Funkenküchle, die während der Feierlichkeiten serviert werden und eine kulinarische Bereicherung darstellen.

Termine und Orte für 2026

Die genauen Termine und Orte für die Funkenfeuer im Landkreis Günzburg sind vielfältig und laden die Bevölkerung ein, Teil dieser Tradition zu werden. Hier ein Überblick der wichtigsten Veranstaltungen:

  • Aletshausen: 21. Februar, 19 Uhr, Burschenverein
  • Winzer: 21. Februar, 19 Uhr, Feuerwehrverein
  • Günzburg: 22. Februar, 18 Uhr, Brauchtumsverein Stadtbutz, Fackelzug ab Edelweißhütte
  • … und viele weitere Orte im Landkreis.

Ein Besuch bei einem der Funkenfeuer ist nicht nur eine Möglichkeit, die Tradition zu erleben, sondern auch, sich mit anderen Menschen zu vernetzen und die ersten Anzeichen des Frühlings zu begrüßen. Ob als Teil der Gemeinschaft oder als Beobachter, das Funkenfeuer bringt Licht und Wärme in die kalte Jahreszeit und ist ein Zeichen des Wandels.

Für Interessierte, die mehr über die Feierlichkeiten im Allgäu erfahren möchten, gibt es ebenfalls zahlreiche Veranstaltungen, die am Funkensonntag stattfinden, mit ähnlichen Bräuchen und Traditionen. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, um das kulturelle Erbe dieser Region zu erleben und zu genießen (Antenne Bayern).