Heute ist der 20.04.2026 und Garmisch-Partenkirchen, die malerische Stadt in Bayern, hat wieder einen Grund zur Freude. Die talentierte Theaterregisseurin und Schriftstellerin Jacqueline Kornmüller, die aus dieser Region stammt, bringt mit ihrem zweiten Buch „6 aus 49“ frischen Wind in die literarische Landschaft. In diesem fesselnden Roman erzählt sie die bewegende Geschichte ihrer Großmutter, die in einem Hotel aufwuchs und sich vom einfachen Servierfräulein zur erfolgreichen Hotelwirtin hocharbeitete.
Die Handlung dreht sich um die Protagonistin Lina, die 1911 in eine arme, kinderreiche Familie geboren wurde und bereits mit 13 Jahren das Arbeitsleben kennenlernte. Begonnen hat alles als Kupferwäscherin im Münchner Regina-Palast-Hotel, bevor sie als Servierfräulein in die Welt des Gastgewerbes eintauchte. Ihre Samstagsroutine, in der sie nach der Versorgung ihrer Hotelgäste die Lottozahlen kontrollierte, wird zum Wendepunkt ihres Lebens, als sie schließlich den Lotto-Sechser gewinnt. Kornmüller schildert Linas Aufstieg in eindrucksvollen, bildhaften Szenen, die den Leser mit auf eine emotionale Reise nehmen.
Ein Blick hinter die Kulissen
Jacqueline Kornmüller hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte, Literatur und Kunstgeschichte studiert, bevor sie sich an die Folkwang-Schule in Essen begab, um Schauspiel zu studieren. Bis zum Jahr 2000 war sie als Schauspielerin aktiv, bevor sie die Regie übernahm und mit Peter Wolf die Theatergruppe „wenn es so weit ist“ gründete. Seit 2008 lebt und arbeitet die Künstlerin in Wien und hat dabei den Fokus auf selbst entwickelte Stücke gelegt, die die Interaktion mit Laiendarstellern und dem Publikum betonen.
„6 aus 49“ ist mehr als nur ein Roman über den Aufstieg einer Frau – er beleuchtet auch die Schattenseiten der Geschichte, einschließlich der Nazi-Zeit und deren Verbrechen. Kornmüller erzählt die Geschichte ihrer Großmutter in verknappten Kapiteln, die die Leser zum Nachdenken anregen. Die enge Beziehung zwischen der Autorin und ihrer Großmutter, die sie als „persönlichen Sechser im Lotto“ beschreibt, verleiht dem Werk eine persönliche Note und lässt die Leser emotional mitfiebern.
Von Garmisch-Partenkirchen in die Welt
Der Roman hat insgesamt 224 Seiten und ist für 23 Euro erhältlich. Zudem wird Kornmüller auf Lesereise gehen und mehrere Termine in Garmisch-Partenkirchen, Augsburg, Neusäß und München wahrnehmen. Die nächste Aufführung ihrer Serie „Ganymed“, die den kreativen Ausdruck weiter vertieft, findet ab dem 25. April 2026 im Jugendstiltheater am Steinhof statt.
Mit „Die Frau im Schrank“, „6 aus 49“ und „Das Haus verlassen“ (mit Illustrationen von Kat Menschik) hat Kornmüller bereits eine beeindruckende Sammlung an Werken, die sowohl literarisch als auch künstlerisch inspirierend sind. Garmisch-Partenkirchen, das 1936 für die Olympischen Winterspiele aus zwei Dörfern zusammengelegt wurde, kann stolz auf seine talentierte Tochter sein, die mit ihren Geschichten und Theateraufführungen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
Für alle, die sich für die faszinierenden Erzählungen von Jacqueline Kornmüller interessieren, sind ihre Werke ein absolutes Muss. Wer weiß, vielleicht entdeckt man beim Lesen ja auch den eigenen „Sechser im Lotto“. Weitere Informationen zu Kornmüllers neuestem Werk finden Sie auf ORF und zur Kritik auf Süddeutsche Zeitung.