In Garmisch-Partenkirchen tut sich etwas Spannendes: Das neue Qualifizierungsprogramm „Chancen für den Arbeitsmarkt“ wurde ins Leben gerufen, um Menschen mit Migrationshintergrund dabei zu unterstützen, Fuß im Arbeitsleben zu fassen. Dieses ehrgeizige Projekt, das von der Frau und Beruf GmbH im Jahr 2025 gestartet wurde, setzt auf eine ganzheitliche Förderung für die Teilnehmer. Ziel der Initiative BEA – Bildung. Empowerment. Arbeit. ist es, die Integration und Teilnahme am Arbeitsmarkt zu stärken. Übergreifend wird dieses Vorhaben durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie durch bayerische Landesmittel unterstützt.
Der erste Durchgang des Programms in Garmisch-Partenkirchen konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Einige Teilnehmer haben schon eine Anstellung gefunden, was den Erfolg des Projekts unter Beweis stellt. Natalya Motychak, eine engagierte Mitarbeiterin der Frau und Beruf GmbH mit einem Masterabschluss in Psychologie, hat die Teilnehmenden auch nach dem Lehrgang begleitet. „Wir fokussieren uns auf berufsspezifische Deutschkenntnisse, digitale Kompetenzen und die grundlegende berufliche Qualifizierung“, erklärte Marina Clavet, die Projektleitung. Diese Aspekte sind entscheidend, um den Teilnehmenden die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Integration und Chancen für Migranten
Ein umfassender Blick auf die Thematik zeigt, dass die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales leben in Deutschland rund 20,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, was etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung entspricht. Besonders bemerkenswert ist, dass Personen mit Migrationsgeschichte doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind wie ihre deutschen Mitbürger. Der Handlungsbedarf ist also groß, da die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt noch nicht in vollem Umfang gegeben ist.
Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung – IQ“ ist ein zentrales arbeitsmarktpolitisches Instrument, das der Bundesregierung zur Verfügung steht, um diesen Missstand zu adressieren. Mit Angeboten zur Berufsanerkennung, fairen Integrationsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Qualifizierung werden vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen, um Benachteiligungen abzubauen und die Integration nachhaltig zu fördern. Seit dem Start des Projekts konnten zwischen 2023 und 2025 rund 200.000 Teilnehmende in Beratungen und Qualifikationen erreicht werden, wobei 60% dieser Personen fluchthintergrundbezogen sind.
Der Weg in die berufliche Zukunft
Ein zentraler Aspekt, der häufig übersehen wird, ist die Sprachbarriere, die vielen Migranten im Weg steht. Das Programm bietet spezielle Sprachförderungen an, um Deutschkenntnisse zu verbessern und die Teilnehmenden fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Dies ist besonders wichtig, da Unternehmen oft Wert auf gute Sprachkenntnisse legen.
Die verschiedenen Maßnahmen der Bundesregierung, die die Förderung von Migranten vorantreiben, zeigen deutlich, dass hier ein großes Potenzial für die Zukunft steckt. So kann auch in Garmisch-Partenkirchen der Grundstein für eine erfolgreiche Integration gelegt werden. Wer dazugehören will, wird darauf angelegt, bessere Chancen zu erhalten – und das ohne Umwege. Mit einem guten Händchen und den richtigen Unterstützungsangeboten steht der beruflichen Zukunft der Teilnehmenden nichts mehr im Weg.
Für Interessierte gibt es umfangreiche Informationen und Hilfestellungen, an die sie sich wenden können, zum Beispiel an Beratungsstellen oder Berufsschulen in der Region. Mehr zu den Förderschwerpunkten und Angeboten des IQ-Programms erfahren Sie direkt auf den Seiten des ESF oder des BMAS.
Die Zukunft für diejenigen, die bereit sind, ihren Platz im Arbeitsmarkt zu finden, wird immer besser – so auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wo die Integration und Weiterbildung aktiv gefördert wird.