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Heute ist der 29.03.2026 und in Garmisch-Partenkirchen ist die Wandersaison noch nicht eröffnet. Dies mussten jüngst vier junge Berliner schmerzlich erfahren, als sie trotz winterlicher Verhältnisse eine Wanderung zur Kramer unternahmen. Um die Mittagszeit setzten sie einen Notruf ab, da sie im Neuschnee steckenblieben und nicht weiterkamen. Die Bergretter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen reagierten schnell und leiteten die Wanderer telefonisch zur Stepbergalm, um über den Kreuzweg abzusteigen.

Die Situation eskalierte jedoch, als die Gruppe im steilen, felsdurchsetzten Gelben Gwänd landete und nicht mehr vorankam. Ein Hubschraubereinsatz war aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse nicht möglich. Daher machten sich zehn Bergretter aus Garmisch-Partenkirchen und Grainau auf den Weg, um die Wanderer zu retten. Zunächst nutzten sie ein Quad, bevor sie auf Tourenskier umstiegen. Gegen 19.30 Uhr erreichten sie die erschöpften Wanderer, statteten sie mit Schneeschuhen aus und begannen den Abstieg ins Tal.

Rettung aus der Höhe

Diese Rettungsaktion erinnert an einen weiteren Vorfall, der sich kürzlich in der Region ereignete. Wie in einem Bericht von Kreisboten beschrieben, rettete die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ebenfalls vier Wanderer aus Berlin, die auf ihrem Weg zur Zugspitze in Schnee feststeckten. Diese Jugendlichen waren bereits den dritten Tag im Aufstieg und befanden sich oberhalb von 1.500 Metern, wo winterliche Verhältnisse herrschten.

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Die Bergretter mussten in zwei Flügen mit dem Hubschrauber Christoph Murnau zu den Wanderern fliegen, die unterhalb der Knorrhütte blockiert waren. Auch hier konnten alle vier Wanderer unverletzt nach Garmisch-Partenkirchen transportiert werden. Die Bergwacht weist eindringlich darauf hin, dass in höheren Lagen noch viel Schnee liegt und empfiehlt, im Schnee umzukehren, um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Fazit und Empfehlungen

Beide Vorfälle verdeutlichen die Gefahren, die mit Wanderungen in den Alpen während der Übergangszeiten verbunden sind. Die winterlichen Verhältnisse sollten nicht unterschätzt werden, auch wenn die Temperaturen milder erscheinen. Es ist ratsam, sich vor einer Wanderung über die aktuellen Wetterbedingungen zu informieren und gegebenenfalls auf sicherere Alternativen auszuweichen. Die Erkenntnis der Berliner Wanderer, dass die Wandersaison noch nicht eröffnet ist, könnte für viele eine wertvolle Lektion sein.

Für weitere Informationen und aktuelle Berichte über die Bergwacht und ihre Einsätze besuchen Sie bitte die Webseite des Merkur.