In Fürth sprießen neue Ideen aus dem Boden – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Stadt hat den Gründerwettbewerb „Citymacher Fürth“ ins Leben gerufen, um kreativen Köpfen eine Plattform zu bieten. Dies geschieht nicht nur, um die Innenstadt zu beleben, sondern auch, um dem zunehmenden Druck des Internethandels entgegenzuwirken. Oberbürgermeister Thomas Jung fordert ein aktives Handeln, bevor Ladenflächen leerstehen. „Wir müssen frühzeitig handeln, um die Innovationskraft unserer Stadt zu stärken“, so Jung.
Ein besonderer Fokus des Wettbewerbs liegt auf innovativen Cross-over-Konzepten und inhabergeführten Läden, die den Fürther Bürgern besondere Erlebnisse bieten. Es geht darum, kreative Ideen aus der Stadt sichtbar zu machen und sie mit einem großzügigen Unterstützungspaket von rund 150.000 Euro zu fördern, das Miet- und Energiekostenzuschüsse sowie Startkapital von der VR TeilhaberBank umfasst. Dieses Engagement der Bank ist besonders hervorzuheben, da sie bereits seit über 20 Jahren in die Entwicklung der Fürther Innenstadt investiert.
Community Kärtla setzt frische Akzente
Ein weiteres spannendes Projekt im Rahmen des Wettbewerbs ist die „Community Kärtla“. Diese Form von Visitenkarten wird auf Gmund Paper gedruckt und mit Heißfolie veredelt. Entstanden ist das kreative Konzept von der machen.de Medien und Marketing GmbH. In einem Pop-up-Office in der Königstraße 79 werden nicht nur Ideen und Konzepte entwickelt, sondern auch Netzwerke geknüpft. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen werden schließlich die drei besten Projekte prämiert. Kerstin Denzler, selbst seit 15 Jahren Gründerin, unterstützt hier aktiv das Vorhaben und betont die Bedeutung von Kreativität und Druckkunst für die Stadtentwicklung.
Den Start der Workshops zur Ideenfindung und -ausarbeitung markiert der 17. März um 18 Uhr. Diese sollen insbesondere den neuen Gründern helfen, ihre Visionen zu konkretisieren und praxisnahe Ratschläge zu erhalten. „Wir möchten die Bürger ermutigen, ihre Wünsche zur Stadtentwicklung einzubringen“, erklärt Wirtschaftsreferent Horst Müller, der die Ideen aus Österreich in die Stadt brachte.
Prämierung und Unterstützung für Gründer
Die Bewerbungsfrist für den Gründerwettbewerb endet am 30. Juni 2026, nach der eine Jury die eingereichten Ideen bewertet. Die Gewinner können nicht nur auf finanzielle Unterstützung hoffen, sondern auch auf wertvolle Feedbacks und Netzwerkmöglichkeiten, etwa durch Coaching und Mentoring. Das Ziel ist klar: Vorschläge zu fördern, die sich in verschiedenen Bereichen, von der digitalen Wirtschaft bis hin zur Kreativwirtschaft, auszeichnen.
Die Stadt Fürth setzt mit diesen Initiativen ein starkes Zeichen für die kreative Zukunft ihrer Innenstadt und zeigt, dass sie wirtschaftliche Herausforderungen aktiv angeht.