Heute, am 5. Dezember, wird weltweit der Internationale Tag des Ehrenamts gefeiert. In Fürth wird dieser Tag durch die bemerkenswerte Arbeit des Projekts kulturplus der Diakonie Fürth beleuchtet. Brigitte Hintzer und Horst Fleischmann, engagierte Ehrenamtliche, tragen maßgeblich dazu bei, dass kulturelle Teilhabe nicht nur ein Privileg ist, sondern für viele Menschen erreichbar wird. Sie vermitteln gespendete Eintrittskarten an finanziell benachteiligte Personen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur sozialen Integration.
Das Projekt kulturplus existiert seit 2017 und zielt darauf ab, kostenlose Eintrittskarten für verschiedene Kultur-, Sport- und Freizeitveranstaltungen bereitzustellen. Diese Karten stammen von großzügigen Veranstaltern und Privatpersonen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Alleinerziehende, Menschen in Grundsicherung, Senioren sowie Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Inhaber des Fürth-Passes kommen ebenfalls in den Genuss dieser kulturellen Angebote.
Ehrenamtliche als „Freude-Schenkende“
Was macht die Arbeit von Hintzer und Fleischmann besonders? Die beiden Ehrenamtlichen, die sich seit 2018 aktiv in diesem Projekt engagieren, werden als „Freude-Schenkende“ bezeichnet. Sie nehmen Kontakt zu registrierten Gästen auf und hören oft positive Rückmeldungen über die Bedeutung von Kultur in ihrem Leben. „Kulturelle Teilhabe wird in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit immer wichtiger“, betont Fleischmann und hebt hervor, wie entscheidend solche Angebote für die gesellschaftliche Teilhabe sind.
Die Leiterin der Diakonischen Sozialarbeit, Dorothea Eichhorn, unterstützt diesen Ansatz und weist darauf hin, dass der Zugang zu Kulturveranstaltungen eine bedeutende Rolle für die gesellschaftliche Teilhabe spielt. Diakonie-Vorstand Stephan Butt unterstreicht ebenfalls die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit für die Wertschätzung und Teilhabe innerhalb der Gesellschaft. kulturplus ist zu erreichen unter kulturplus@diakonie-fuerth.de oder telefonisch unter 0911 749 33-32.
Ehrenamtliches Engagement in Fürth
Doch nicht nur kulturplus zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Im Landkreis Fürth gibt es zahlreiche Initiativen, die Unterstützung und Hilfe anbieten. Das Freiwilligenzentrum Fürth vermittelt zwischen Bürgern und gemeinnützigen Organisationen und fördert den Einsatz freiwilliger Helfer. Unter anderem werden Schulungen für Alltagsbegleiter/-innen angeboten, um Pflegebedürftige im Alltag zu entlasten. Die Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte bietet zudem Vergünstigungen für bürgerschaftliches Engagement und ist ein weiterer Anreiz, sich aktiv einzubringen.
Das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland zeigt ein bemerkenswerteres Bild: Rund 70 % der Organisationen sind auf freiwillig engagierte Personen angewiesen, wobei der Anteil der Engagierten kontinuierlich steigt. Besonders in den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein für gesellschaftliches und politisches Engagement, insbesondere im Umwelt- und Klimaschutz, stark erhöht. Es freut zu sehen, dass immer mehr junge Menschen aktiv werden, was unter anderem durch die Corona-Pandemie gefördert wurde.
Diese Entwicklungen sind ermutigend und zeigen, dass die Bereitschaft zur freiwilligen Arbeit nicht nur zu einem sozialen Zusammenhalt beiträgt, sondern auch demokratische Werte fördert und das Vertrauen in die Gemeinschaft stärkt. Ehrenamtliche wie Brigitte Hintzer und Horst Fleischmann sind somit nicht nur „Freude-Schenkende“, sondern auch wichtige Säulen unserer Gesellschaft.



