Heute ist der 15.02.2026 und in Fürstenfeldbruck hat sich kürzlich eine interessante Veranstaltung zum Thema Faktenchecks und Falschinformationen ereignet. Organisiert vom örtlichen Bündnis für Demokratie, lockte die Veranstaltung etwa 150 Teilnehmer an, die sich mit dem herausfordernden Thema der Desinformation auseinandersetzten. Nadia Westerwald, Community-Managerin von Correctiv, und die Journalistin Sophie Rohrmeier waren die Hauptreferentinnen und gaben wertvolle Tipps zur Identifikation falscher Informationen. In einer Zeit, in der Desinformation und Verschwörungsmythen eine erhebliche Herausforderung für die Demokratie darstellen, ist es besonders wichtig, über Methoden des Faktencheckens informiert zu sein.

Westerwald und Rohrmeier diskutierten die Schwierigkeiten, die sich aus der Unterscheidung zwischen Fakten und Fälschungen ergeben, insbesondere durch Phänomene wie Deepfakes und Filterblasen. Westerwald erklärte, dass KI-Fälschungen oft kleine Fehler enthalten, die als Indizien für ihre Unauthentizität dienen können. Ein anschauliches Beispiel war ein Bild von Papst Leo XIV. im Oval Office, das allein schon aufgrund der Tatsache, dass nur der US-Präsident dort sitzt, unmöglich sein kann. Deepfakes können zudem optische Fehler aufweisen, etwa übermäßig perfekte Auflösungen oder fehlerhafte Schrift im Hintergrund.

Faktenchecks und ihre Herausforderungen

Die Veranstaltung in Fürstenfeldbruck war auch ein Teil einer breiteren Initiative, die in Augsburg unter dem Projekt „Augsburg checkt’s“ umgesetzt wird. Seit dem 8. Oktober 2023 werden dort ebenfalls Faktenchecks durchgeführt, geleitet von Teresa Dapp, der Leiterin des Faktencheck-Teams der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dapp betont, dass Desinformation immer das Ziel verfolgt, Menschen zu manipulieren, und gibt Tipps, um sich vor Falschbehauptungen zu schützen. Dazu zählen das Achten auf Warnsignale wie emotionale Ansprache, die Überprüfung von Quellen und das kritische Hinterfragen von Belegen für bestimmte Behauptungen.

Sophie Rohrmeier hob hervor, dass nur relevante Themen behandelt werden, um Falschinformationen nicht zusätzlich zu verbreiten. Die dpa hat Mitte der 2010er Jahre systematisch mit Faktenchecks begonnen und verfolgt dabei Methoden wie Geolocation und Chrono-Location zur Verifikation von Social-Media-Inhalten. Es ist zu beachten, dass die Algorithmen in sozialen Medien stark beeinflussen, was Nutzer sehen, und somit zur Verbreitung von Falschinformationen beitragen können.

Der Weg zur Medienkompetenz

Westerwald kritisierte die intransparenten Algorithmen der Tech-Riesen und erwähnte, dass die Zusammenarbeit mit Meta 2025 endete. Trotz dieser Herausforderungen ist es wichtig, dass Redaktionen nach dem Sechs-, Acht- oder Zehn-Augen-Prinzip arbeiten, um ihre Recherchen zu überprüfen und Falschinformationen entgegenzuwirken. Emotionen spielen eine entscheidende Rolle, da Falschinformationen oft nicht nur zur Überzeugung, sondern auch zur Erzeugung von Angst verwendet werden. Rohrmeier riet zur Vorsicht bei emotionalen Nachrichten, die Angst oder übermäßige Freude auslösen.

Desinformation kann nicht nur wirtschaftliche und politische Interessen verfolgen, sondern auch das Vertrauen in unsere Informationsquellen untergraben. Medienunternehmen in Deutschland haben mittlerweile verschiedene Medienkompetenz-Projekte initiiert, um Leser im Umgang mit Fake News zu schulen. Die dpa kooperiert beispielsweise mit Plattformen wie Meta und TikTok, um Inhalte auf diesen sozialen Netzwerken zu überprüfen und somit einen Beitrag zur Bekämpfung von Falschinformationen zu leisten.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung in Fürstenfeldbruck sowie die Initiativen in Augsburg, wie wichtig es ist, sich aktiv mit den Herausforderungen von Falschinformationen auseinanderzusetzen und die eigene Medienkompetenz zu stärken. In einer Zeit, in der Falschbehauptungen vor allem auf Plattformen wie TikTok oder Instagram zirkulieren, ist es entscheidend, dass wir lernen, zwischen Fakten und Fälschungen zu unterscheiden und die Werkzeuge zu nutzen, die uns dabei helfen, die Wahrheit zu finden. Mehr zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen finden Sie in dem Artikel auf Süddeutsche.de sowie in der Analyse von Augsburger Allgemeine.