Bürgerentscheid: B2 künftig am Kloster Fürstenfeld – So geht's weiter!
Bürgerentscheid in Fürstenfeldbruck: 75% stimmen für Umwidmung der B2. Sanierung der Amperbrücke und neue Verkehrsmaßnahmen geplant.

Bürgerentscheid: B2 künftig am Kloster Fürstenfeld – So geht's weiter!
In Fürstenfeldbruck wurde am 18. Januar 2026 ein richtungsweisender Bürgerentscheid zur Umwidmung der Bundesstraße B2 durchgeführt, der das Stadtbild nachhaltig prägen wird. Mit einer beeindruckenden Zustimmung von 75 % haben die Bürger für die Verlegung der B2 entschieden, die künftig nicht mehr durch den Marktplatz führen wird, sondern über das Kloster Fürstenfeld, entlang der Oskar-von-Miller-Straße und der Äußeren Schöngeisinger Straße. Dies wurde von Merkur berichtet.
Bei der Abstimmung sende ein gutes Drittel der wahlberechtigten Bürger – genau genommen 46 % – ihre Stimme ab, was Oberbürgermeister Christian Götz als ordentlichen Wert bezeichnete. Die Mehrheit der Stimmen kam durch Briefwahl, was jedoch zusätzliche Kosten für die Stadt verursachte.
Ergebnisse und Konsequenzen der Abstimmung
Parallel zu der Entscheidung zur Umwidmung wurde ein Bürgerbegehren für den Verbleib der B2 mit 65 % abgelehnt. In den kommenden Tagen will Götz die Umwidmungsvereinbarung unterzeichnen, wobei die Umstufung der B2 beim Bayerischen Verkehrsministerium beantragt werden soll. Die neuen Regelungen treten voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 in Kraft. Auch die Installation einer Ampel an der Einmündung der Äußeren Schöngeisinger Straße in die B471 wurde angekündigt.
Ein zentrales Thema bleibt die Sanierung der maroden Amperbrücke. Diese erste Maßnahme wird öffentlich ausgeschrieben und soll innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. Die Planungen für verkehrslenkende Maßnahmen beginnen parallel, wobei der künftige Oberbürgermeister und Stadt- rat die Verantwortung übernehmen.
Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung
Bei einer öffentlichen Veranstaltung, die etwa 300 Besucher anlockte, konnten Bürger sowohl Befürworter als auch Gegner der Verlegung der B2 live erleben. Experten für Stadtentwicklung und Bauplanung waren ebenfalls vor Ort. Die Diskussionen zeigten, dass das Thema Verlegung nicht nur lokal, sondern auch gesellschaftlich beachtet wird. Die Bürgerinitiative, die für den Verbleib der B2 gekämpft hat, äußerte Bedenken wegen möglicher finanzieller Nachteile für die Stadt durch die Umwidmung.
Die Sanierung oder der Neubau der Amperbrücke wird als dringend notwendig erachtet. An dieser Stelle wurde auch auf die Möglichkeit hingewiesen, einen dritten Amperübergang oder einen Tunnel in Erwägung zu ziehen, um eine nachhaltige Verkehrsentlastung zu erreichen. Dies wäre jedoch mit hohen Kosten verbunden, für die finanzielle Unterstützung seitens des Bundes benötigt würde. Laut Süddeutscher könnte ein Neubau der Brücke zudem besser auf Hochwasser reagieren und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer bieten.
Ausblick auf die Stadtentwicklung
Die Initiative zur Beteiligung der Bürger bringt ein wichtiges Thema ins Spiel: die aktive Mitgestaltung der Stadt. Die Stadtentwicklung erfordert nicht nur bauliche, sondern auch soziale, ökonomische und ökologische Überlegungen. Dies wird unterstützt durch flexible Formen der Bürgerbeteiligung, die im Gesetz festgelegt sind, damit die Planung alle Interessen aufnimmt. Nach dem Bürgergesellschaft sind transparente Informationen und Dialogbereitschaft zentrale Qualitätskriterien für eine effektive Bürgerbeteiligung.
Die Zukunft Fürstenfeldbrucks hängt nun von der Umsetzung dieser Planungen ab. Die Veränderungen an der B2 und der Amperbrücke sind ein Schritt in Richtung einer lebenswerten und nachhaltig gestalteten Stadt. Die Bevölkerung hat klar gezeigt, dass ihr die Mitgestaltung ihrer Heimat wichtig ist.