Betrunkener stürzt von Amperbrücke und kämpft gegen Unterkühlung!
Ein betrunkener Mann fiel von der Amperbrücke in Fürstenfeldbruck. Feuerwehr rettete ihn aus dem Fluss, er wurde hospitalisiert.

Betrunkener stürzt von Amperbrücke und kämpft gegen Unterkühlung!
In einer erschreckenden nächtlichen Wendung hat sich in Fürstenfeldbruck ein 42-jähriger Mann am Dienstag von der Amperbrücke in den kalten Fluss Amper gestürzt. Der Vorfall ereignete sich nach einem geselligen Besuch in einer Kneipe, als der Mann zusammen mit einem 28-jährigen Begleiter auf dem Heimweg war. Unklar bleibt bislang, warum der Mann über die Brückenbegrenzung fiel, wie die Polizei berichtet. Glücklicherweise konnte er sich an einem Steinvorsprung unter der Brücke festhalten, bis die Feuerwehr eintraf und ihn aus dem Wasser rettete.
Der Rettungseinsatz war dringend notwendig: Der Mann wurde stark unterkühlt ins Brucker Krankenhaus gebracht. Solche Unterkühlungen, die auch Hypothermie genannt werden, können rasch entstehen, vor allem bei niedrigen Temperaturen und Nässe. Dies geschieht oft, wenn die Wärmeabgabe des Körpers die Wärmeproduktion übersteigt, ein Zustand, den viele Menschen übersehen. Besonders gefährdet sind Personen, die sich längere Zeit im Freien aufhalten, insbesondere nach Alkoholkonsum.
Risiken und Erste-Hilfe-Maßnahmen
Eine Unterkühlung äußert sich zunächst durch kalte Hände und Füße, Zittern und Müdigkeit. Im späteren Stadium kann die betroffene Person die Kontrolle über Körperfunktionen verlieren und sogar bewusstlos werden. Besonders kritisch ist die Situation, wenn die Körperkerntemperatur unter 35 Grad Celsius sinkt. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind entscheidend: Betroffene sollten an einen warmen Ort gebracht, nasse Kleidung gewechselt und sie mit Warmhaltedecken zugedeckt werden. Zudem können warme, zuckerhaltige Getränke helfen, die Körpertemperatur wieder auszugleichen. Eine aktive Wärmebehandlung durch Reiben oder Wärmflaschen ist hingegen kontraindiziert, da sie das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen kann.
Besonders gefährdet sind auch Menschen mit Vorerkrankungen wie Herz- oder Nervenerkrankungen. Alkohol kann das Risiko einer Unterkühlung zusätzlich erhöhen, da er das Schmerzempfinden herabsetzt und die Körperregulation stört. Bei Notlagen, wie sie der 42-Jährige in Fürstenfeldbruck erlebte, ist es daher umso wichtiger, schnell zu handeln und den Rettungsdienst unter der Nummer 112 zu alarmieren.
Gefahren von Erfrierungen
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Erfrierungen, die bei anhaltender Kälteeinwirkung auftreten können. Die Anzeichen reichen von gefühllosen, kalten Extremitäten bis hin zu bläulich-weißen Verfärbungen der Haut. In schwereren Fällen kann es zur Bildung von Blasen oder sogar zum Absterben von Gewebe kommen. Erste-Hilfe-Maßnahmen für Erfrierungen umfassen das sorgfältige Abdecken der betroffenen Stellen mit keimfreiem Material sowie das Vermeiden von Bewegungsversuchen an diesen Körperregionen.
Dieser Vorfall in Fürstenfeldbruck bringt die Gefahren von Alkoholkonsum in Verbindung mit Kälte und Wasser erneut ins Bewusstsein. Jeder sollte sich gut überlegen, wie er sich in solchen Situationen verhält und welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, damit es nicht zu ähnlichen Vorfällen kommt. Der Altersschnitt der Betroffenen reicht meist von jüngeren Erwachsenen bis hin zu älteren Menschen, die oft besonders verletzlich sind.
Für weiterführende Informationen über Erste Hilfe bei Unterkühlung und Erfrierungen werfen Sie einen Blick auf die Artikel des Deutschen Roten Kreuzes und auf den ADAC. Diese Ressourcen bieten hilfreiche Tipps und Leitfäden für Notfälle, um schnell und effektiv reagieren zu können.