Die stationäre Geburtshilfe am Krankenhaus Freyung bleibt auch in Zukunft gesichert. Dies wurde kürzlich von den Kliniken im Landkreis Freyung-Grafenau bekannt gegeben, die erfreulicherweise zum sechsten Mal Fördermittel aus dem bayerischen „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ erhalten. Für das Förderjahr 2024 fließen dabei beeindruckende 872.187,49 Euro an den Landkreis und die Kliniken Am Goldenen Steig. Die Förderzusage kam kurz vor Jahresende von der Regierung von Oberfranken, was für die Region eine bedeutende Entlastung darstellt.
Die bereitgestellten Mittel sind entscheidend, um eine moderne, qualitativ hochwertige und rund um die Uhr verfügbare stationäre Geburtshilfe sicherzustellen. Die Finanzierung erfolgt durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, das bis zu 85 Prozent des im Vorjahr entstandenen Defizits im Bereich Geburtshilfe übernimmt. Der verbleibende Eigenanteil wird vom Landkreis Freyung-Grafenau getragen, was die finanzielle Belastung für die Region deutlich reduziert.
Wichtige Rolle der Geburtshilfe
Landrat Sebastian Gruber hebt die immense Bedeutung dieser Förderungen für die Region hervor. Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Freyung ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung. Im Jahr 2024 wurden hier 442 Kinder geboren, was die Notwendigkeit einer zuverlässigen geburtshilflichen Versorgung unterstreicht. Der geburtshilfliche Bereich umfasst rund 400 Quadratmeter und verfügt über zwei Kreißsäle, ein Wehenzimmer, ein Bad sowie eine Entspannungswanne. Die Erstuntersuchung der Neugeborenen (U1) kann direkt im Kreißsaal gemeinsam mit der Mutter durchgeführt werden.
Ein siebenköpfiges Hebammenteam bietet individuelle 1:1-Begleitung während der Geburt, was den Müttern eine persönliche und vertrauensvolle Atmosphäre ermöglicht. Ab Januar 2025 werden die Hebammen fest beim Krankenhaus angestellt, was die Kontinuität in der Betreuung weiter verbessert. Das Team wird durch qualifiziertes Pflegepersonal und vier Fachärzte ergänzt, die gemeinsam eine umfassende Betreuung gewährleisten.
Förderprogramm zur Sicherstellung der Geburtshilfe
Die Zuwendungen aus dem bayerischen „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ haben das Ziel, die Landkreise und kreisfreien Städte im ländlichen Raum zu unterstützen und Defizite in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe an Plankrankenhäusern auszugleichen. Die Unterstützung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt, wobei die Förderhöhe bis zu 85 Prozent der Summe beträgt, die zur Erfüllung der Sicherstellungsverpflichtung aufgebracht wurde. Dies zeigt, wie wichtig es ist, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige geburtshilfliche Versorgung in bayerischen Krankenhäusern sicherzustellen. Die Höchstgrenze beläuft sich auf maximal eine Million Euro pro Krankenhaus und Haushaltsjahr.
Ein weiterer Aspekt des Förderprogramms ist die Unterstützung der Kommunen bei der Sicherstellung der Hebammenversorgung in der Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung. Seit 2018 erhalten Landkreise und kreisfreie Städte für jedes neugeborene Kind eine Förderung von bis zu 40 Euro. Diese Mittel können für Maßnahmen zur Verbesserung der Hebammenversorgung eingesetzt werden, etwa durch Werbemaßnahmen zur Personalgewinnung oder die Einrichtung von Koordinierungsstellen.
Die jährliche Bereitstellung von rund fünf Millionen Euro für diese Fördermaßnahmen verdeutlicht die ernsthaften Bemühungen des bayerischen Gesundheitsministeriums, die Geburtshilfe in Bayern nachhaltig zu stärken. Geschäftsführer Marcus Plaschke zeigt sich dankbar für das Vertrauen der Regierung und des Gesundheitsministeriums, was eine positive Entwicklung für die gesamte Region Freyung-Grafenau darstellt.
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