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Die Stadt Freyung hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Vorzeigemodell für eine lebendige Innenstadt entwickelt. Dies wurde am vergangenen Wochenende deutlich, als die „Kleinstadt Akademie“ aus Wittenberge (Brandenburg) mit rund 30 Teilnehmern aus Ostbayern, darunter Städte wie Plattling, Pocking und Cham, nach Freyung kam, um sich über effektive Stadtentwicklung zu informieren. Laut einem Bericht von pnp.de war das Kurhaus der Treffpunkt, wo Siw Foge, die Leiterin der Akademie, die Institution vorstellte, die vom Bundesbauministerium ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel? Den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen kleinen Städten, die häufig vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Bürgermeister Olaf Heinrich nahm die Teilnehmer mit auf einen Rundgang durch die Stadt und erläuterte die zahlreichen Stadtentwicklungsmaßnahmen der letzten zwei Jahrzehnte, die Freyung nicht nur revitalisiert, sondern auch in die Höhe katapultiert haben. Vor 20 Jahren war die Stadt von der Huber-Insolvenz und damit verbundenen Leerständen geprägt. Damals wurde der Slogan „Leergut statt Leerstand“ geprägt, der die entscheidende Rolle des privaten Engagements für den Wandel unterstreicht.

Neue Perspektiven in der Stadtentwicklung

Wichtige Diskussionspunkte waren Genossenschaftsmodelle, die exemplarisch an der Brauerei und dem „Gewölbehof“ dargestellt wurden. Während der Veranstaltung wurden Detailfragen zu Fördermöglichkeiten und Abschreibungen intensiv besprochen. „Innenstädte müssen zunehmend zu Begegnungsorten werden“, bemerkte Siw Foge und hob die Vorteile kleiner Städte hervor: Die persönliche Bekanntschaft und eine schnelle Vertrauensbildung seien hier besonders gegeben.

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Ein weiteres Highlight des Treffens war die Präsentation der Initiative „Freiräume“ aus Bad Kötzting, die erfolgreich Leerstände revitalisiert. Bürgermeister Alexander Mayer von Grafenau wies darauf hin, dass die Städte sich ständig an die Veränderungen durch die Bürger und die Umgebung anpassen müssen. Karl-Heinz Eppinger aus Zwiesel berichtete über die Wiederbelebung von fünf leerstehenden Gebäuden durch städtische Vermittlung und die Initiativen zur Sichtbarmachung regionaler Produkte, wie einem Pop-Up-Store, die Lisa Ditz von den Heimatunternehmern Bayern vorstellte.

Zwischennutzungen als Chance

Die besprochenen Themen decken sich auch mit den Entwicklungen im Kontext von Zwischennutzungsinitiativen, die in vielen deutschen Städten aktiv sind. Diese Initiativen zielen darauf ab, Leerstände aktiv zu gestalten und bewirtschaften. Am 1. Juni 2023 wurde im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik das Netzwerk Zwischennutzung ins Leben gerufen, das darauf abzielt, bestehende Initiativen zu vernetzen und eine zentrale Anlaufstelle für Fragen und Informationen zu bieten, wie nationale-stadtentwicklungspolitik.de berichtet.

Zwischennutzungen bieten ein großes Potenzial für lokale Projekte, wobei Kunst- und Kulturschaffende sowie gemeinnützige Träger vordringlich sind, um den leer stehenden Räumen neues Leben einzuhauchen. Obwohl einige Initiativen nur temporär bestehen, wird der Austausch unter den Akteuren immer wichtiger, um Erfahrungen zu teilen und das vorhandene Wissen zu nutzen. Ein weiterer Aspekt dieses Netzwerks ist die Einladung zu laufenden Fachwerkstätten, die den Austausch zwischen Akteuren fördern, so berichtet staedtebaufoerderung.info.

Das Wochenende endete mit einem inspirierenden Austausch von Kontakten und neuen Ideen, begleitet von der sensibilisierenden Erkenntnis, dass Solidarität und Engagement in der Stadtentwicklung die Geheimformeln für mehr Lebensqualität und ein attraktives Stadtbild sind. In diesem Sinne: Bleiben wir offen und mutig, um die Herausforderungen gemeinsam anzugehen!