Am 15. Juni 2025 war es endlich so weit: Der erste nationale Veteranentag in Deutschland wurde in der Garnisonsstadt Freyung gefeiert. Die Veranstaltung, die auf Initiative des Bundestages beschlossen wurde, fand großen Anklang und war bereits im Vorfeld ausgebucht. PNP berichtet von einer gelungenen Feier, die den aktiven und ehemaligen Soldatinnen sowie Soldaten der Bundeswehr gebührend Wertschätzung und Dankbarkeit entgegenbrachte.
Bereits am Vormittag starteten die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Musikalisch umrahmt von der Knappenkapelle Kropfmühl, zogen die Menschen trotz der Hitze zusammen, um den tapferen Veteranen zu gedenken und ihren Dienst zu würdigen. Der Dekan Magnus König und Diakon Dieter Stuka leiteten den Gottesdienst, der auf die Bedeutung des Veteranentages einstimmte.
Ehrungen und Reden
Im Anschluss an den Gottesdienst bewegte sich die Feierstunde in den Kursaal, wo Helmuth Eberle als Moderator durch den Nachmittag führte. Bürgermeister Olaf Heinrich und Landrat Sebastian Gruber hoben die langjährige Partnerschaft zwischen der Bundeswehr und der Region hervor. Heinrich betonte die unverzichtbare Rolle der Bundeswehr in der Zivilgesellschaft und die Bedeutung dieser Veranstaltung für die Gemeinschaft. Auch die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger dankte den Soldaten für ihren unermüdlichen Einsatz, während Kommandeur Dan Tomuzia die öffentliche Wahrnehmung der Veteranen in den Fokus stellte. Freyung-Grafenau beschreibt den Veteranentag als einen Tag der Reflexion, Dankbarkeit und Verantwortung.
Den Höhepunkt des Programms bildete die Ansprache von Richard Drexl, Oberst a. D. und Präsident des Bayerischen Soldatenbundes. Er sprach über die immense Wichtigkeit des Veteranenstatus und forderte die Wiedereinführung der Wehrpflicht, um die Stärke der Bundeswehr sicherzustellen. Seine Worte fanden Gehör und wurden von den Teilnehmern mit großem Interesse verfolgt. Ehrungen für verdiente Veteranen folgten, bei denen zahlreiche Mitglieder des DBwV, BSB, BKV und VdRBw mit Veteranenabzeichen ausgezeichnet wurden.
| Verbände | Geehrte |
|---|---|
| DBwV | Wilhelm Arens, Erich Breitenfellner, Rudolf Eineder, Robert Heudecker, Alois Hofer, Kurt Stockbauer, Josef Wagmann, Johann Zankl. |
| VdRBw | Johannes Ederer, Josef Köberl, Matthias Thaler, Peter Pettke, Dietmar Nanneder. |
| BSB | Alfred Lichtenauer, Josef Ranzinger, Günther Fürst, Franz Fuchs, Franz Brunner, Ludwig Philipp, Stefan Hundsrucker. |
| BKV | Alfons Kopp, Gerhard Mauritz, Josef Tauscher. |
Ein Zeichen für die Gesellschaft
Der Veteranentag wird nicht nur als symbolische Geste angesehen, sondern schließt auch den Kreis zur gesellschaftlichen Rolle der Bundeswehr. Während Deutschland endlich beginnt, den Dienst der Soldaten zu würdigen, gibt es Stimmen, die eine kritische Auseinandersetzung fordern. ZDF zeigt auf, dass in anderen Ländern wie den USA oder den Niederlanden bereits etablierte Feiertage für Veteranen existieren, während Deutschland aufgrund seiner Geschichte oft zurückhaltender ist. Dennoch wird dieser Tag als grundlegender Schritt in die richtige Richtung gefeiert, um den rund zehn Millionen aktiven und ehemaligen Soldaten die gebührende Anerkennung zu zollen.
Ein weiterer Programmpunkt waren die Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, vertreten durch Dario Vidojkovic, der die Arbeit seines Verbandes vorstellte und die regionalen Sammler ehrte. Die Veranstaltung war nicht nur ein feierlicher Akt, sondern auch ein wichtiges Zusammenspiel zwischen Tradition und gegenwärtiger gesellschaftlicher Verantwortung.
Die positive Resonanz und der große Zuspruch für diesen ersten Veteranentag in Freyung sind ein Zeichen für das gestiegene Bewusstsein in der Bevölkerung für die Leistungen der Bundeswehr und die Herausforderungen, die mit dem Dienst einhergehen.



