Was läuft da im Bayerischen Wald? Aktuell sorgt die Entwicklung der Borkenkäferbrut für einiges an Aufregung. Laut den neuesten Informationen von der PNP hat sich deren Wachstum im Mai 2025 verzögert. Doch die steigenden Temperaturen signalisieren, dass die Insekten bald aktiv werden. Christoph Salzmann, der Bereichsleiter Forsten beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Regen, bestätigt den Beginn der ersten großen Schwärmflugwelle für dieses Jahr.
Bislang gab es keinen konzentrierten Schwärmflug des gefürchteten Borkenkäfers, was die Waldbesitzer etwas hoffen lässt. Dennoch ist die Gefahr nicht zu unterschätzen. Wie die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft erläutert, sind Borkenkäfer, meist in braun oder schwarz, vor allem in den Sommermonaten aktiv, wenn die Temperaturen steigen. Dieser Zeitpunkt könnte bald bevorstehen.
Die Gefahren der Borkenkäfer
Borkenkäfer sind kleine, aber gefährliche Insekten. Mit einer Größe von 2 bis 8 mm bohren sie sich unter die Rinde von Bäumen und legen dort ihre Brutgänge an. Es gibt unterschiedliche Arten von Borkenkäfern: die holzbrütenden und die rindenbrütenden. Letztere, wie der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus) und der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus), können erheblichen Schaden anrichten, indem sie das lebenswichtige Bastgewebe der Bäume zerstören. Dieses Gewebe ist essentiell für die Nährstoffversorgung der Pflanzen.
Mangelnde Pflege oder Überwachung kann dazu führen, dass stark beschädigte Bäume schnell absterben. Da ist es wichtig, aufmerksam zu sein! Um das Problem frühzeitig zu erkennen, sollten Waldbesitzer nach Anzeichen von Befall schauen. Besonders bei liegendem Holz ist der Befall oft durch feines Bohrmehl sichtbar. Im fortgeschrittenen Stadium kann man anhand des Brutbildes, das aus einer zentralen Rammelkammer und mehreren sternförmigen Muttergängen besteht, feststellen, wie schwerwiegend der Befall ist.
Was können Waldbesitzer tun?
Die Situation ist ernst, aber Waldbesitzer können proactive Maßnahmen ergreifen. Regelmäßige Kontrollen der Bäume sind essentiell. Bei stehendem Stamm ist es ratsam, auf die Rotfärbung der Krone zu achten, die ein Hinweis auf einen Befall sein kann. Ein gutes Händchen bei der Frühwarnung kann viel Schaden abwenden. Wer die Zeichen frühzeitig erkennt, hat die besten Chancen, seine Wälder zu retten und die Schädlinge in Schach zu halten.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Letztlich bleibt zu hoffen, dass die Waldbesitzenden gut vorbereitet sind und die bald zu erwartende Schwärmflugwelle erfolgreich bewältigen können. Der Bayerische Wald ist ein wertvolles Gut, das es zu schützen gilt. Besuchen Sie auch die umfassenden Berichte und Analysen auf den Webseiten der PNP, der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und Waldgeschichten um mehr über diese gefährlichen Schädlinge zu erfahren.



