Ein arbeitsreiches Wochenende hat die Bergwacht Grafenau am Lusen erlebt, wie die PNP berichtete. Mit gleich mehreren Einsätzen, die sowohl Rettungs- als auch Übungsaktivitäten umfassten, waren die ehrenamtlichen Helfer gut beschäftigt. Am Samstag, dem 20. Januar 2026, um 11.15 Uhr, wurde die Bergwacht alarmiert, nachdem ein junger Schlittenfahrer im Bereich des Lusens einen misslichen Unfall hatte und sich am Bein verletzte.
Ein privat anwesender Bergretter leistete umgehend Erste Hilfe, indem er spezielles Material vom Rettungswagen holte. Mit einem Motorschlitten gelangte er schnell zur Einsatzstelle. Der Verletzte wurde in einem Nachläufer zur Unterstützung sicher zum Rettungswagen transportiert. Dieser Einsatz zog sich über etwa zwei Stunden und involvierte insgesamt sechs engagierte Bergretter.
Weitere Einsätze und Übungen
Der nächste Einsatz folgte bereits am Nachmittag um 15.15 Uhr. Diesmal wurde die Bergwacht am Nordlift in Waldhäuser gebraucht, wo ein Skifahrer verunglückt war. Der Verletzte erhielt eine notärztliche Versorgung und wurde in einem Akja-Rettungsschlitten sicher ins Tal befördert. Doch das war noch nicht alles: am Sonntag stand eine geplante Winterübung auf dem Programm. Hier wurde ein Tourengeher mit Knieverletzung versorgt und mit einem Motorschlitten ins Tal gebracht.
Direkt im Anschluss, um 15.22 Uhr, mussten die Bergretter ein weiteres Mal zum Lusen ausrücken, da erneut ein Wanderer eine Sprunggelenksverletzung erlitten hatte. Ein Notarzt wurde zur Einsatzstelle gerufen, um schnellstmöglich Hilfe zu leisten. Der Tagesdienst endete for die ehrenamtlichen Helfer gegen 18.30 Uhr.
Sicherheitslage in den Bergen
Die Vielzahl an Einsätzen offenbart die potenziellen Gefahren, die in den Bergen lauern. Laut Informationen von alpin.de hat auch außerhalb von Bayern die Zahl schwerer Unfälle erheblich zugenommen. Vor zwei Tagen wurden beispielsweise mehrere Einsätze im Zusammenhang mit Lawinen und Bergunfällen in anderen Regionen gemeldet, was die ernsten Bedingungen und Risiken in den Bergen verdeutlicht.
Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, gut vorbereitet zu sein – besonders wenn es um Erste Hilfe geht. Der Deutsche Alpenverein empfiehlt die regelmäßige Auffrischung von Erste-Hilfe-Kursen. Auch im Gebirge sollten einige Grundausstattungen wie Wundschnellverbände, elastische Binden und Rettungsdecken in jedem Rucksack zu finden sein. Wer sich in den Bergen aufhält, sollte sich gründlich informieren und immer die Notrufnummer 112 im Hinterkopf haben, falls der Notfall tatsächlich eintritt.
Das zahlreiche Engagement der Bergwacht Grafenau und die ständige Bereitschaft, in Notfällen zur Stelle zu sein, sichert nicht nur das Wohlbefinden der Bergsportler, sondern fördert auch das Gemeinschaftsgefühl in der Region. Es lohnt sich, die Sicherheit am Berg stets im Auge zu behalten und gut vorbereitet zu sein, denn auch bei Sonnenschein kann schnell etwas schiefgehen.



