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Am 8. März wird weltweit der Internationale Weltfrauentag gefeiert, ein Tag, der an die Errungenschaften und Entwicklungen erinnert, die von Frauen vorangebracht wurden. In den letzten zwei Jahren konnten Kinobesucher in Freising faszinierende Geschichten von Filmheldinnen erleben, die rund um diesen besonderen Tag gezeigt wurden. Die Filmreihe „Kino der starken Frauen“ wurde vom Frauen*Netzwerk Freising initiiert, zu dem auch die Gleichstellungsstelle und das Gesundheitsamt Freising gehören. Diese Reihe fokussiert sich auf Frauen, die mutig für ihre Überzeugungen eintreten und sich für Gleichstellung und Rechte einsetzen.

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags wird die Stärke und Vielfalt von Frauen erneut filmisch gewürdigt. Im CineradoPlex Freising wird am 3. März der Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ gezeigt. Dieser Film erzählt die wahre Geschichte afroamerikanischer Mathematikerinnen der NASA in den 1950er- und 60er-Jahren, die gegen Diskriminierung kämpften. Im Rosenhof-Lichtspiele Moosburg wird am 5. März der Dokumentarfilm „JUNG UND ENDO – Ein Film über junge Menschen mit Endometriose“ vorgeführt, gefolgt von einer Diskussion mit Betroffenen und einer Frauenärztin. Am 6. März schließlich zeigt das Cineplex Neufahrn den Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“, der den historischen Frauenstreik in Island am 24. Oktober 1975 thematisiert, ein Ereignis, das die Unverzichtbarkeit von Frauen für die Gesellschaft sichtbar machte. Der Eintritt kostet in Freising und Neufahrn einheitlich 6 Euro, während es in Moosburg freien Eintritt gibt. Die Filme beginnen jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr, Tickets sind an der Abendkasse oder online erhältlich. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Kreises Freising zu finden (Kreis Freising).

Filme, die inspirieren

Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts und war ursprünglich ein Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und das Wahlrecht. Heute ist er zu einem globalen Aktionstag für Frauenrechte, Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit geworden. Filme bieten eine hervorragende Plattform, um weibliche Erfahrungen und historische Kämpfe darzustellen. In diesem Jahr sind unter anderem die Filme „Suffragette“ (2015), der die Geschichte der britischen Frauenbewegung für das Wahlrecht thematisiert, sowie „Die göttliche Ordnung“ (2017), der den Kampf um das Wahlrecht für Frauen in der Schweiz bis 1971 beleuchtet, besonders hervorzuheben. Auch „The Woman King“ (2022) und „A Girl Walks Home Alone at Night“ (2014) bieten spannende Einblicke in die vielfältigen Herausforderungen, denen Frauen gegenüberstehen.

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Die Auswahl an Filmen ist groß und reicht von „Hidden Figures“ bis hin zu „Die Taschendiebin“ (2016), der während der japanischen Besatzung in Korea spielt und die Verbindung zweier Frauen gegen Männer thematisiert. Diese Filme zeigen eindrucksvoll die Bandbreite weiblicher Erfahrungen und den fortwährenden Kampf um Rechte und Selbstbestimmung. Weitere Details zu den Filmen sind in einem Artikel der Stuttgarter Zeitung zu finden (Stuttgarter Zeitung).

Weltfrauentag und gesellschaftlicher Kontext

Der Internationale Frauentag wurde 1975 von den Vereinten Nationen (UN) institutionalisiert, um Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung zu bekämpfen sowie die Geschlechtergleichstellung zu fördern. Das Motto für den Internationalen Frauentag 2025 lautet: „Für ALLE Frauen und Mädchen: Rechte, Gleichwertigkeit und Empowerment.“ Trotz gewisser Fortschritte bleibt der Weg zur Gleichstellung steinig. Der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt 16 Prozent und zeigt, dass Frauen nach wie vor weniger verdienen als Männer. In vielen Ländern fehlt es an Gesetzen gegen Diskriminierung von Frauen, und die Herausforderungen sind enorm. In Deutschland wurde 2023 eine Zunahme von 6,4 Prozent bei den Fällen von Partnerschaftsgewalt registriert, was die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen unterstreicht.

Der Weltfrauentag ist nicht nur ein Anlass zur Feier, sondern auch ein wichtiger Reminder, dass noch viel zu tun ist, um Gleichheit und Sicherheit für Frauen zu gewährleisten. Die Filmreihe in Freising ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung, indem sie Aufmerksamkeit auf die Geschichten und Kämpfe von Frauen lenkt und die Zuschauer dazu anregt, über die Herausforderungen nachzudenken, die noch bestehen. Weitere Informationen über die Situation von Frauen können auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung nachgelesen werden (bpb).