In Freising stehen die Zeichen auf Wandel: Die Partei Volt und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) haben gemeinsam ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen im März 2026 präsentiert. Felix Albrecht von Volt tritt für das Amt des Oberbürgermeisters an, während Daniel Rüdel ebenfalls von Volt die Kandidatur für den Landrat übernommen hat. Mit dieser Doppelspitze setzen die beiden Parteien ein starkes Signal für eine progressiv ausgerichtete Kommunalpolitik, die auf frischen Ideen und Bürgernähe fußt.

Felix Albrecht, 33 Jahre alt und seit 13 Jahren in Freising ansässig, wird sich vor allem für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum einsetzen. Seine zentralen Ziele beinhalten die Eindämmung des Mietenanstiegs und die Realisierung von 100 neuen städtischen Wohnungen jährlich, idealerweise als Mehrgenerationenhäuser. Zudem strebt Albrecht eine Sozialwohnungsquote von 40 Prozent bei privaten Bauvorhaben an.

Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Das Thema Leerstandsmanagement steht ebenfalls ganz oben auf Albrechts Agenda. Mit einer Meldepflicht für leerstehende Flächen und dem Prinzip „Innenverdichtung vor Neuversiegelung“ will er Freising nicht nur lebenswerter, sondern auch ökologisch verantwortungsbewusster gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass Freising für Familien, Studierende und Arbeitende bezahlbar bleibt“, betont er und spricht damit viele Bürger:innen der Stadt direkt an.

Sein Kollege Daniel Rüdel, ebenfalls 33, bringt ebenso viel Engagement in seine Landratskandidatur. Er legt besonderen Wert auf demokratische Teilhabe und eine solidarische Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden im Landkreis. „Eine faire Aufgabenverteilung ist essenziell“, so Rüdel, der zudem die Stadt bei Energiefragen und Klimaneutralität unterstützen möchte. Nicht zuletzt betont er die Bedeutung solider und nachhaltiger Finanzen im Landkreis und übt Kritik an der vergangenen Haushaltsführung.

Ein Blick auf die Kommunalwahlen

Die Kommunalwahlen in Bayern sind für die politischen Akteure von großer Bedeutung, da sie die parlamentarischen Vertretungen der Gemeinden und Städte betreffen. Dabei werden nicht nur Oberbürgermeister, sondern auch Landräte sowie Mitglieder der Stadträte gewählt. Die Wahlen unterliegen dem Wahlsystem, das sich nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren richtet, wodurch die Sitze den Wahlvorschlägen gemäß den höchsten Teilungszahlen zugeteilt werden. Das sorgt für faire Verhältnisse und gibt auch kleineren Parteien eine Chance, sich Gehör zu verschaffen.

Insgesamt zeigt die Wählergunst bei Kommunalwahlen oft eine größere Neigung zu kleineren Parteien oder Bürgerinitiativen. Dies spiegelt sich auch in der Wahlbeteiligung wieder, die im Vergleich zu Landtags- oder Bundestagswahlen tendenziell geringer ausfällt. Besondere Themen und lokale Anliegen stehen beim Wählen oft im Vordergrund und geben den Bürger:innen das Gefühl, direkt Einfluss nehmen zu können.

Mit Felix Albrecht und Daniel Rüdel an der Spitze haben die Wähler:innen in Freising nun die Möglichkeit, für frischen Wind in der Kommunalpolitik zu stimmen. Die kommenden Monate bis zur Wahl versprechen spannend zu werden.