In Moosburg gibt es ein neues Hilfsangebot, das zur Sicherheit von Besuchern in Kinos und Restaurants beitragen soll. Die Rosenhof-Lichtspiele beteiligen sich an der Kampagne „LUISA IST HIER!“. Diese Initiative hat das Ziel, ein deutliches Zeichen gegen Belästigung und Gewalt zu setzen. Insbesondere sollen Personen, die sich bedrängt oder unsicher fühlen, Unterstützung erhalten. Wenn Betroffene in einer solchen Situation sind, können sie einfach die Frage „Ist Luisa hier?“ stellen, um Hilfe vom Kino- und Restaurantpersonal anzufordern. Die Unterstützung umfasst das Kontaktieren von Freunden, sichere Begleitungen oder das Abholen persönlicher Gegenstände.
Die Kampagne wurde ursprünglich vom Münsteraner Frauennotruf für die Partyszene ins Leben gerufen und fand ihren Weg nach Freising durch den Arbeitskreis Mädchen im Jahr 2019. Seitdem hat sich das Hilfsangebot auf Cafés, Kinos und Schwimmbäder ausgeweitet, um ein sichtbares Signal für einen respektvollen und sicheren Raum zu setzen. Geschäftsführerin Verena Dollinger betont die Wichtigkeit dieser Präventionsmaßnahme, die mittlerweile in vielen Städten und Landkreisen in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz aktiv ist. Teilnehmende Einrichtungen sind durch einen LUISA-Aufkleber im Eingangsbereich kenntlich gemacht, und auch im Innenbereich weisen Plakate und Aufkleber auf das Hilfsangebot hin. Wer als Gastronom oder Einrichtung im Landkreis Freising Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich an den Arbeitskreis Mädchen wenden. Die Kontaktperson ist Katharina von Schumann, erreichbar unter Telefon 08161/600-35551 oder per E-Mail an katharina.schumann@kreis-fs.de.
Die Bedeutung von „LUISA IST HIER!“
Die Initiative „LUISA IST HIER!“ ist Teil eines größeren Netzwerkes von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Sicherheit von Menschen in öffentlichen Räumen zu erhöhen. Weitere Informationen über die Kampagne und deren Hintergründe sind auf der offiziellen Webseite luisa-ist-hier.de zu finden.
Das Bundesjugendministerium unterstützt ähnliche Initiativen zur Verhinderung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Diese Initiativen beinhalten Aufklärung über Rechte und Schutzkonzepte in Einrichtungen, die besonders wichtig sind, um ein sicheres Umfeld zu schaffen. Programme wie „Trau dich!“ und „#UNDDU? Mach dich stark gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen“ fördern den respektvollen Umgang unter Jugendlichen und bieten Workshops für alle Altersgruppen an. Dabei werden auch Fachkräfte in Schulen und sozialen Einrichtungen geschult, um die Sensibilisierung für das Thema sexuelle Gewalt zu verbessern.
Insgesamt zeigt sich, dass solche Kampagnen und Initiativen eine zentrale Rolle im Schutz von vulnerablen Gruppen spielen. Der Schutz und die Unterstützung von Betroffenen sind essenziell, um ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft zu fördern. Weitere Informationen zu den unterstützenden Maßnahmen finden Sie auf der Webseite des Bundesjugendministeriums unter bmbfsfj.bund.de.