Am 8. März ist es wieder soweit: Der Internationale Frauentag steht vor der Tür. In Freising wird zu diesem Anlass die Filmreihe „Kino der starken Frauen“ veranstaltet, die vom FrauenNetzwerk Freising ins Leben gerufen wurde. Dies ist bereits die dritte Auflage der Reihe, die auf die Gleichstellung von Frauen aufmerksam macht und deren Unverzichtbarkeit sowie die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, in den Mittelpunkt stellt. Karin Hinz, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, hebt hervor, wie wichtig der Einfluss von Frauen auf die moderne Arbeitswelt ist.
Die Filmreihe findet an drei Abenden an verschiedenen Standorten im Landkreis statt und bietet eine spannende Programmübersicht:
- Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
Ort: CineradoPlex, Freising
Datum: Dienstag, 03.03., 19.30 Uhr
Eintritt: 6 €
Inhalt: Wahre Geschichte dreier afroamerikanischer Mathematikerinnen, die zum Erfolg des NASA-Raumfahrtprogramms beitrugen. Vorfilm: Expertin von Texas Instruments spricht über den aktuellen Stand der Frauenrechte. - JUNG UND ENDO – Ein Film über junge Menschen mit Endometriose
Ort: Rosenhof-Lichtspiele, Moosburg
Datum: Donnerstag, 05.03., 19.30 Uhr
Eintritt: frei
Inhalt: Dokumentation über den Alltag junger Betroffener mit Endometriose. Nachfilm: Offene Diskussionsrunde mit Gynäkologin Dr. Nadja Thiel und „Endoworriers“. - Ein Tag ohne Frauen
Ort: Cineplex, Neufahrn
Datum: Freitag, 06.03., 19.30 Uhr
Eintritt: 6 €
Inhalt: Rückblick auf den 24. Oktober 1975 in Island, als 90 % der Frauen ihre Arbeit niederlegten. Vorfilm: Kurze Rede zum Thema Frauenrecht.
Das FrauenNetzwerk Freising, das 2023 gegründet wurde, vereint öffentliche und kirchliche Institutionen sowie engagierte Einzelpersonen, um die Gleichstellung von Frauen sichtbar zu machen und aktiv zu fördern. Die Initiatoren hoffen auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die sich für die wichtigen Themen, die in den Filmen behandelt werden, interessieren und engagieren.
Feministische Filme im Fokus
Feministische Filme bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch tiefgehende Einblicke in die Herausforderungen und Errungenschaften von Frauen. Sie brechen mit veralteten Frauenbildern und fördern die Gleichberechtigung. So wird in der Filmreihe auch „Hidden Figures“ gezeigt, das die Geschichten afroamerikanischer Mathematikerinnen erzählt, die bei der NASA arbeiteten und dabei rassistische sowie sexistische Vorurteile überwinden mussten. Der Film ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Frauen in der Geschichte oft im Schatten stehen, obwohl sie maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.
Die Liste feministischer Filme ist lang und umfasst Titel wie „She Said“, der die mutigen Journalistinnen Megan Twohey und Jodi Kantor zeigt, die das Schweigen über sexuelle Übergriffe in Hollywood brechen. Auch „Suffragette“ thematisiert den Kampf für das Frauenwahlrecht im frühen 20. Jahrhundert und verdeutlicht die militanten Methoden der Suffragetten. Diese Filme verdeutlichen die Bandbreite weiblicher Erfahrungen und den fortwährenden Kampf um Rechte und Selbstbestimmung.
Der Internationale Frauentag im historischen Kontext
Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Ursprünglich kämpften Frauen für bessere Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und das Wahlrecht. Heute hat sich dieser Tag zu einem globalen Aktionstag für Frauenrechte, Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit entwickelt. Filme wie „Die göttliche Ordnung“, das den Kampf um das Wahlrecht für Frauen in der Schweiz bis 1971 behandelt, sind ein wichtiger Teil dieses Gedenkens und der Reflexion über die Fortschritte, die bereits gemacht wurden, sowie der Herausforderungen, die noch bestehen.
Die Filmreihe „Kino der starken Frauen“ in Freising bietet somit nicht nur ein unterhaltsames Programm, sondern auch eine Plattform, um weibliche Erfahrungen und historische Kämpfe darzustellen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich von den Geschichten inspirieren zu lassen, die den Mut und die Stärke von Frauen feiern.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Stadt Freising: Freising.de. Für eine erweiterte Sicht auf feministische Filme lohnt sich ein Blick auf die Liste der Filme, die in der Spiegel Streaming Guide zusammengestellt wurde. Und für einen tiefen Einblick in den historischen Kontext des Frauentags ist die Stuttgarter Zeitung eine wertvolle Ressource.



