Freisinges Navis bündelt Kräfte für Hilfe nach Erdbeben in Myanmar!

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Hilfsorganisation Navis aus Freising startet neue Spendenaktion für Erdbebenopfer in Myanmar nach der Katastrophe im März 2025.

Hilfsorganisation Navis aus Freising startet neue Spendenaktion für Erdbebenopfer in Myanmar nach der Katastrophe im März 2025.
Hilfsorganisation Navis aus Freising startet neue Spendenaktion für Erdbebenopfer in Myanmar nach der Katastrophe im März 2025.

Freisinges Navis bündelt Kräfte für Hilfe nach Erdbeben in Myanmar!

Die Situation in Myanmar präsentiert sich aktuell als dramatisch: Nach einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7, das am 28. März 2025 nahe Sagaing die Erde erzittern ließ, sind bereits über 3.300 Menschenleben verloren gegangen und viele Bürger stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Hilfsorganisationen wie Navis aus dem Landkreis Freising haben sich nun zusammengetan, um rasch Hilfe zu leisten und unterstützen eine mobile Klinik, die seit Anfang Januar in der Krisenregion aktiv ist.

Das Erdbeben brachte nicht nur menschliches Leid mit sich, sondern zerstörte auch wichtige Infrastruktur. Straßen, Brücken sowie Schulen und öffentliche Gebäude sind eingestürzt. Die humanitäre Lage ist geprägt von weiteren Herausforderungen, wie der anhaltenden Militärjunta, die seit dem Putsch 2021 an der Macht ist. Diese erschwert den Zugang zu dringend benötigten Hilfsgütern. Die ursprüngliche Partnerorganisation von Navis zog sich aufgrund dieser Umstände vom Einsatz zurück, was die Situation zusätzlich komplizierte.

Wiederaufbau mit Unterstützung

Dank eines größeren Geldbetrags, der auf dem Spendenkonto eingegangen ist, kann nun die neue Partnerschaft mit dem deutschen Verein Humedica in Angriff genommen werden. Humedica stellt finanzielle Mittel für mobile medizinische Versorgung zur Verfügung. Die Unterstützung umfasst die Überweisung von Patienten an Gesundheitseinrichtungen sowie Deckung der Behandlungs- und Transportkosten.

Besonders die Rohingya-Community in Myanmar leidet stark unter der verheerenden Lage. Diese muslimische Minderheit sieht sich seit Jahrzehnten Diskriminierung ausgesetzt und hat durch das Erdbeben erneut schwere Rückschläge erlitten. Laut der UNO-Flüchtlingshilfe sind viele von ihnen mittlerweile staatenlos und leben in prekären Verhältnissen. Der UNHCR setzt sich vor Ort für ihre Rechte ein und stellt Notunterkünfte sowie Hilfsgüter bereit.

Hilfe für die Betroffenen

Die Erschütterungen waren nicht nur in Myanmar zu spüren; auch benachbarte Länder wie Thailand sowie Vietnam und China blieben von den Folgen nicht verschont. Die humanitäre Katastrophe wird weiter durch den Bürgerkrieg und mehrere Naturkatastrophen verschärft. Schätzungen zufolge sind über 3,5 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht, was die Lage zusätzlich kompliziert macht. LandsAid beispielsweise war bereits 2023 aktiv, um bedürftigen Familien nach einem Zyklon zu helfen.

Der Neubeginn in Myanmar ist kein Straßenbelag ohne Löcher, sondern ein steiniger Weg. Doch Hilfsorganisationen wie Navis zeigen, dass mit Engagement und Solidarität ein Lichtblick in der Dunkelheit entstehen kann. Es bleibt zu hoffen, dass sich im Land bald eine positive Wende abzeichnet und viele Menschen wieder ein Zuhause finden können.