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Ein Abschied, der bewegende Emotionen weckt: Nach 20 Jahren verlässt Dr. Christoph von Schilling als Chefarzt die Abteilung für Hämatologie und Onkologie am Klinikum Freising. Seine Zeit dort war geprägt von einem beeindruckenden Engagement, medizinischem Know-how und einer tiefen Empathie für seine Patienten. Klinikums-Geschäftsführerin Maren Kreuzer heben in ihren lobenden Worten hervor, wie sehr von Schilling nicht nur die medizinische Versorgung seiner Patienten am Herzen lag, sondern auch deren menschliches Wohl.
Die Abteilung für Hämatologie und Onkologie wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen und ist bis heute eine Rarität in Kliniken dieser Größe in Deutschland. Als Mitstreiter der ersten Stunde hat von Schilling unermüdlich dafür gekämpft, das Fachgebiet zu etablieren – damals war er noch Oberarzt am Klinikum Rechts der Isar. Seine Überzeugungsarbeit, die Unterstützung durch Hausärzte, Fachärzte und engagierte Pflegekräfte gingen dabei Hand in Hand. Seither konnte sich die Abteilung mit ihren 18 Betten als zentrale Anlaufstelle für die Behandlung bösartiger Erkrankungen etablieren.
Klinikum Freising berichtet, dass die Behandlung auf einem hohen medizinischen Niveau erfolgt, und dabei auch eng mit anderen Fachabteilungen zusammengearbeitet wird.
Ein Sturm der Solidarität
Besonders eindrücklich bleibt der Sturm der Solidarität in Erinnerung, der im Jahr 2014 ausbrach. Die Abteilung verlor mitten in der laufenden Patientenversorgung ihre Zulassung als onkologische Ambulanz – eine Situation, die nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Bevölkerung bestürzte. Unterschriftenaktionen und politisches Engagement folgten, um die Abteilung zu unterstützen. Auch wenn nur die Ambulanz für Privatpatienten bestehen blieb, erhielt sie bis heute viel Unterstützung vonseiten der Menschen in Freising und der Umgebung.
Ein starkes Vermächtnis ist der 2008 gegründete Krebshilfe-Verein Maria & Christoph e.V., dessen Mitgründer Dr. von Schilling ist. Heino Pause, der Vorsitzende des Vereins, würdigt seinen langjährigen Weggefährten als kompetenten Ratgeber und Mitbehandler, während Sebastian Grießl, ein Kuratoriumsmitglied, von der unkonventionellen Art von Schilling der Kommunikation und seiner stetigen Verfügbarkeit für Patienten schwärmt. Es steht fest: Dr. von Schilling bleibt dem Verein auch nach seinem Ruhestand beratend verbunden und schafft somit einen wertvollen Übergang, um das Wohl der Krebspatienten weiter zu fördern.
Deutsche Krebshilfe unterstützt diese Mission ebenfalls.
Ein Blick in die Zukunft
Obwohl Dr. von Schilling nun seinen Lebensabschnitt als pensionierter Chefarzt beginnt, hat er bereits Pläne, im Onkologischen Zentrum Freising weiterhin aktiv zu sein. Seine Expertise wird auch zukünftig eine Bereicherung für die Patienten und das Team in Freising sein.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Abschied von Dr. Christoph von Schilling nicht nur für das Klinikum Freising, sondern für die gesamte Region ein Verlust ist. Doch sein Erbe wird weiterleben – durch die Menschen, die er behandelt hat, und die Initiativen, die er ins Leben gerufen hat, um Krebspatienten zu unterstützen.