Die Stadt Freising steht aktuell vor einer großen Herausforderung: Finanzielle Engpässe verlangen nach Einsparungen, gleichzeitig ist der Investitionsbedarf für neue Fußballfelder hoch. Der Sportreferent Jürgen Mieskes hebt hervor, wie wichtig Sportvereine für die Gemeinschaft sind und erläutert die Situation: „In Freising fehlen derzeit zwei bis drei Großspielfelder für unseren Fußball.“ Trotz des hohen Bedarfs ist aktuell kein Geld für neue Spielfelder vorhanden, was die Vereine vor große Hürden stellt. Mieskes sucht daher nach alternativen Lösungen, insbesondere durch Großsponsoren, um diese Lücken zu schließen. Eine Idee, die zur Diskussion steht, ist die Ausstattung der bestehenden Sportplätze mit Flutlichtanlagen. Dadurch könnte die Nutzung der Plätze verlängert werden.
Doch die finanziellen Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig. Um die Genehmigung für den Haushalt im Oktober zu erhalten, musste die Stadt Freising Einsparungen von 23 Millionen Euro beschließen. Dies hat zur Folge, dass die Unterstützung der Sportvereine stark eingeschränkt ist. Bei der Jahreshauptversammlung des Stadtverbands für Sport- und Schützenvereine wurde die mangelnde Finanzierung scharf kritisiert. Mieskes steht also vor der schwierigen Aufgabe, die notwendige Investitionen im Sportbereich mit den geforderten Einsparungen in Einklang zu bringen, ein Balanceakt, der sicherlich nicht einfach ist.
Fördermöglichkeiten für Sportvereine
<pIn dieser angespannten finanziellen Lage bietet die Stadt Freising jedoch Unterstützungsmaßnahmen für Sportvereine an. So können Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Sport- und Jugendförderung beantragt werden. Diese werden mit 5 Prozent bezuschusst. Zudem werden Eigenleistungen der Vereinsmitglieder ebenfalls gefördert – pro Stunde werden 5 Prozent der Investitionskosten berücksichtigt. Sportvereine haben ferner die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen in Höhe von 15 Prozent ihrer Investitionskosten zu beantragen. Um von diesen Fördermöglichkeiten zu profitieren, muss ein formloser Antrag vor Beginn der Maßnahmen bei der Finanzverwaltung der Stadt eingereicht werden. Nach Abschluss der Baumaßnahmen ist ein Verwendungsnachweis erforderlich, der die entstandenen Kosten dokumentiert.
Wer sich für detailliertere Informationen interessiert, findet alles Wichtige in den Richtlinien zur Förderung des Sportwesens auf der Stadt Freising. Zudem besteht die Möglichkeit, Zuschüsse beim Bayerischen Landes-Sportverband zu beantragen, ein zusätzlicher Weg, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.
Überregionale Förderprogramme
<pEine interessante Perspektive für die Zukunft des Sports in Bayern könnte ein Blick über die Landesgrenzen hinaus bieten. Programme wie „Moderne Sportstätte 2022“ in Nordrhein-Westfalen zeigen, wie Landesmittel gezielt in die Sportstätteninfrastruktur fließen. Mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro stehen verschiedene Fördermittel den Sportvereinen zur Verfügung. Solche erfolgreichen Modelle könnten auch in Bayern Inspiration für neue Wege sein, um Sportstätten adäquat zu finanzieren und die Vereinslandschaft integre zu halten.
<pEs bleibt zu hoffen, dass die Stadt Freising bei der Suche nach Lösungen ein gutes Händchen zeigt und die vielfältigen Bedürfnisse der Sportvereine in Einklang mit den finanziellen Vorgaben bringen kann.



