Heute ist der 5.03.2026 und in Forchheim gibt es spannende Neuigkeiten über ein oft übersehenes, aber faszinierendes Thema: Sterbebilder. Edgar Hubrich, ein Mitarbeiter des Landesvereins für Familienkunde, hat sich intensiv mit diesen kleinen, aber bedeutenden Karten beschäftigt, die bei Beerdigungen an Angehörige, Familie und Freunde verteilt werden. Sie sind nicht nur ein Teil der Trauerkultur, sondern auch ein wertvolles Fenster in die Geschichte der abgebildeten Menschen. Hubrich erläutert, was Sterbebilder über das Leben, die Kriege, das Handwerk und den Glauben der Verstorbenen verraten können. Für Interessierte gibt es eine besondere Gelegenheit, ihre eigenen Sterbebilder am kommenden Samstag mit ins Stadtarchiv zu bringen, wo sie kostenlos eingescannt werden können. Diese Initiative steht im Zeichen der Erinnerungskultur und der Familienforschung.

Sterbebilder sind mehr als nur Erinnerungsstücke; sie sind Ausdruck unserer Kultur und enthalten wichtige Hinweise für die Familienforschung. Sie können Informationen wie den Namen, das Geburts- und Sterbedatum sowie den Geburtsort der verstorbenen Person enthalten. Oft sind sie mit religiösen Symbolen, Gebeten oder Gedichten versehen und bieten damit tiefere Einsichten in das Leben und den Glauben der Menschen, die sie repräsentieren. Die Bayerische Sterbebilderdatenbank vom Bayerischen Landesverein für Familienkunde e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, diese wertvollen Dokumente zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Durch diese Digitalisierung können Interessierte die Sterbebilder auch mit nach Hause nehmen, vorausgesetzt, sie bringen einen USB-Stick mit.

Die Bedeutung der Sterbebilder

Edgar Hubrich von der Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.V. betont, dass Sterbebilder eine besondere Quellenart darstellen. Sie sind kleine Denkmäler in gedruckter Form und erzählen viel über die Menschen und ihre Lebensumstände. Anlässlich des Tags der Archive können Interessierte nicht nur ihre Sterbebilder einscannen lassen, sondern auch mehr über die Hintergründe dieser Tradition erfahren. Der Austausch über Sterbebilder fördert nicht nur das Bewusstsein für die eigene Familiengeschichte, sondern auch den Dialog über das Leben und den Tod selbst.

Wertvolle Quellen für die Ahnenforschung

Totenzettel, auch bekannt als Sterbebildchen, sind eng verwandt mit Sterbebildern und werden bei Beerdigungen, Trauergottesdiensten oder als Erinnerungsstücke verteilt. Diese kleinen Karten beinhalten oft essentielle Informationen über die verstorbene Person und sind daher für Ahnenforscher von großem Wert. Sie helfen, familiäre Beziehungen zu klären und weitere Vorfahren zu identifizieren. Viele Archive und Ahnenforschungsportale haben mittlerweile digitalisierte Sammlungen von Totenzetteln, die einen Einblick in das Leben und den Tod einer Person geben. Diese digitalen Ressourcen sind eine wertvolle Ergänzung für alle, die sich mit Familiengeschichte beschäftigen.

Insgesamt zeigt sich, dass Sterbebilder und Totenzettel nicht nur ein Teil der Trauerkultur sind, sondern auch wichtige Informationen für die Rückverfolgung von Familiengeschichten bieten. Sie tragen dazu bei, das Gedächtnis an unsere Vorfahren lebendig zu halten und laden dazu ein, mehr über unser kulturelles Erbe zu erfahren. Informationen und Hintergründe zu Sterbebildern finden Sie unter diesem Link und weitere Details über die Bayerische Sterbebilderdatenbank unter hier. Für die digitale Erfassung und die weiteren Forschungsergebnisse sind auch Informationen unter dieser Quelle zu finden.