Im Landkreis Forchheim gibt es besorgniserregende Nachrichten: Zwei Fälle von Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, wurden amtlich bestätigt. Betroffen sind zwei Kanadagänse, die am 10. und 11. Februar 2026 in der Nähe der Sportinsel gefunden wurden. Der Virus-Typ H5N1 wurde vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Derzeit besteht auch der Verdacht auf Geflügelpest bei weiteren Kanadagänsen aus Forchheim und Ebermannstadt. Proben wurden bereits an das Friedrich-Loeffler-Institut gesendet; die Ergebnisse stehen jedoch noch aus. Für weitere Informationen zu diesen Vorfällen kann die Quelle hier eingesehen werden.

Die Situation verlangt schnelles Handeln und Vorsicht. Das Veterinäramt Forchheim hat bereits Maßnahmen ergriffen und appelliert an die Bevölkerung, wildlebende Wasservögel wie Enten, Schwäne und Gänse nicht zu füttern. Das Füttern von Singvögeln im Garten mit sauberen Futtersilos bleibt jedoch unbedenklich. Darüber hinaus werden Geflügelhalter auf die Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen: Dazu zählt, das Futter an unzugänglichen Stellen für Wildvögel zu füttern und darauf zu achten, dass kein Tränken mit Oberflächenwasser erfolgt. Auch die Aufbewahrung von Futter und Einstreu an unzugänglichen Orten sowie die Nutzung spezieller Kleidung und Schuhe für die Pflege des eigenen Geflügels sind wichtige Punkte.

Die Geflügelpest und ihre Gefahren

Die aviäre Influenza, wie die Geflügelpest auch genannt wird, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, deren natürlicher Reservoirwirt wilde Wasservögel sind. Die Viren treten in zwei Varianten auf: geringpathogen (LPAIV) und hochpathogen (HPAIV). Besonders die hochpathogenen Varianten, wie das H5N1-Virus, zeigen sich klinisch als Geflügelpest und sind hochansteckend für Hausgeflügel. Sie sind mit schwerwiegenden Krankheitszeichen verbunden, die oft in plötzlichen Todesfällen enden. Eine hohe Risikoeinschätzung für Einträge von HPAIV in die Geflügelhaltungen und Vogelbestände besteht derzeit.

Die Situation in Deutschland ist alarmierend. Seit September 2025 gab es vermehrte HPAI-Ausbrüche, insbesondere in Geflügelhaltungen. Aktuell sind im Landkreis Niedersachsen 92 Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) dokumentiert. Diese Landkreise unterliegen strengen Sperrzonen mit speziellen Auflagen für Tierhalter. Es wird sogar empfohlen, freilandgehaltenes Geflügel in einigen Landkreisen einzustallen. Zudem zeigt die Risikobewertung, dass die Gefahr für Einträge und die Ausbreitung von HPAI H5 in Wildvogelpopulationen als hoch eingeschätzt wird. Weitere Details zu den Ausbrüchen können hier nachgelesen werden.

Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen

Die Symptome der Geflügelpest bei Tieren sind vielfältig: Dazu gehören neurologische Störungen, Teilnahmslosigkeit, Schwäche und Atemnot, was häufig zu zahlreichen Todesfällen führt. Das Veterinäramt Forchheim bittet die Bevölkerung, Ansammlungen verendeter Wildvögel oder plötzliche schwere Erkrankungen des Geflügels mit mehreren Todesfällen umgehend zu melden. Kontakt kann unter der Nummer 09191/86-3400 oder per E-Mail an veterinaeramt@lra-fo.de aufgenommen werden. Es ist wichtig, tote Wildvögel nicht anzufassen, um eine potenzielle Ansteckung zu vermeiden.

Insgesamt ist die Lage ernst und erfordert von allen Beteiligten erhöhte Wachsamkeit. Die Geflügelhalter sollten die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten, um ihre Bestände zu schützen und die Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Nur durch gemeinsames Handeln können wir dieser Bedrohung wirksam begegnen und die Gesundheit unserer Tiere sowie der menschlichen Bevölkerung sichern.